Zverev-Brüder bei US Open in Runde zwei

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Bevor Titelverteidigerin Angelique Kerber zum Schläger greift, sind bereits vier Deutsche ausgeschieden. Auch Alexander und Mischa Zverev tun sich in New York schwer, sind aber weiter. Und es gibt eine Überraschung.
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Gelingt ihm in New York der ganz große Triumph? Nach den verletzungsbedingten Absagen der Top-Spieler für die US Open in New York hat der deutsche Tennis-Profi Alexander Zverev durchaus die Chance, sein erstes Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. In der ersten Runde hatte Zverev jedoch etwas mehr Mühe, als ihm lieb war. Der mit vielen Vorschusslorbeeren gestartete Zverev musste beim 7:6 (11:9), 7:5 und 6:4 in 2:50 Stunden gegen den Qualifikanten Darian King aus Barbados zwei Satzbälle im Tiebreak des ersten Durchgangs abwehren.
Wegen einer Hüftverletzung kann der Weltranglisten-Zweite Andy Murray aus Schottland nicht antreten. Verletzungen verhindern ebenso den Start des Titelverteidigers Stan Wawrinka aus der Schweiz (Nr. 4), sowie des Serben Novak Djokovic (Nr. 5.), des Japaners Kei Nishikori (Nr. 10) und des Kanadiers Milos Raonic (Nr. 11). Als Top-Favoriten gelten der Schweizer Roger Federer und der Spanier Rafael Nadal.
"Er hat richtig gut gespielt, und ich konnte meinen Rhythmus nicht finden. Es war wichtig, den ersten Satz zu gewinnen", sagte Zverev nach seinem Erstrundenmatch gegen King. Um 2:03 Uhr am Dienstagmorgen Ortszeit verwandelte der an Position vier gesetzte Zverev seinen ersten Matchball mit einem Überkopfball. Das Duell mit dem Weltranglisten-168. von der Karibikinsel hatte erst eine gute halbe Stunde vor Mitternacht begonnen.
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Zverev: "Eigentlich war es Zeit, ins Bett zu gehen"
Und der teilweise brillant aufspielende King verlangte Zverev, der nun am Mittwoch auf den Kroaten Borna Coric trifft, zur späten Stunde alles ab. Selbst eine 5:3-Führung im ersten Durchgang konnte Zverev im Arthur-Ashe-Stadium nicht nutzen. Der Auftaktsatz dauerte alleine 81 Minuten. Sein Night-Session-Debüt in Flushing Meadows hatte sich der 20-Jährige sicher einfacher vorgestellt. "Die Atmosphäre war aber toll, obwohl es so spät und eigentlich Zeit war, ins Bett zu gehen", meinte er.
Dessen älterer Bruder Mischa Zverev hat einen überraschenden Erstrunden-K.o. gerade noch verhindern können. Der 30-jährige Linkshänder holte beim 7:6 (7:5), 4:6, 4:6, 7:5 und 6:3 im Duell mit dem Weltranglisten-710. Thai-Son Kwiatkowski (USA) einen 1:2-Satzrückstand noch auf. "Ich habe dreieinhalb Sätze schlecht gespielt und mich auf dem Platz irgendwie nicht wohl gefühlt. Schon im Training in den letzten Tagen lief es nicht gut", sagte der ältere der Zverev-Brüder. Nach 3:28 Stunden verwandelte Zverev gegen den Collegespieler aus Charlotte seinen fünften Matchball und meisterte erst zum zweiten Mal überhaupt die Auftakthürde in Flushing Meadows. Auch Florian Mayer überstand seine Erstrundenpartie: Der 33-Jährige hatte trotz einer leichten Schwächephase im zweiten Satz mit 7:5, 0:6, 6:3 und 6:4 gegen den Brasilianer Rogerio Dutra Silva gewonnen und seinen Hartplatzfluch bezwungen. Der Weltranglisten-74. profitierte beim ersten Matchball von einem Returnfehler Silvas und gewann im sechsten Anlauf seine erste Hartplatz-Partie 2017. Mayer wehrte 16 von 21 Breakchancen ab.
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Scharapowa: "Dies sind die Momente"
Auch Julia Görges ist nach dem Sieg gegen Landsfrau Annika Beck eine Runde weiter. Beim 6:1 und 6:0 ließ Görges der überforderten Gegnerin keine Chance. Damit haben derzeit vier der insgesamt 17 gestarteten Deutschen die zweite Runde in New York erreicht. Ausgeschieden sind neben Beck auch Qualifikantin Anna Zaja, Mona Barthel und Carina Witthöft.
Mit Tränen in den Augen hat Tennis-Star Maria Scharapowa ihr erfolgreiches Comeback auf der Grand-Slam-Bühne nach ihrer Dopingsperre gefeiert. Gegen die Weltranglisten-Zweite Simona Halep gewann die 30-Jährige in einem hochklassigen Erstrundenmatch 6:4, 4:6 und 6:3. Damit bezwang die Russin gleich in ihrer ersten Partie bei einem Major seit den Australian Open 2016 eine Mitfavoritin. "Ich dachte, es wäre nur ein Match, eine weitere Möglichkeit, aber es war so viel mehr. Du kannst die Gefühle nicht kontrollieren", sagte die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin, nachdem sie sich ungläubig die Hand vors Gesicht geschlagen und Kusshände ans Publikum verteilt hatte. "Man fragt sich, warum man so viel Arbeit reinsteckt, dies
sind die Momente."
Am Dienstag bestreiten dann neun weitere DTB-Profis ihre Erstrundenpartien beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres - darunter auch die deutsche Titelverteidigerin Angelique Kerber. Die Nummer sechs der Welt trifft um 19 Uhr MESZ auf die Japanerin Naomi Osaka.
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sw/sn (dpa, sid)
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Datum: 30.08.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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