USA, US Open, Finale in New York

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Sloane Stephens gewinnt Damen-Endspiel

Eine lange Umarmung nach dem Matchball beendet ein einseitiges Finale des Tennis-Turniers in New York. Sloane Stephens ist Überraschungssiegerin der US Open. Auch für das amerikanische Tennis ist es ein wichtiger Moment.
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Am Ende saßen die beiden Finalistinnen nebeneinander und scherzten miteinander. Die US Open hatten ein überraschendes Finale und haben eine Siegerin, die keiner der Experten so wirklich auf dem Zettel hatte. Die ungesetzte Sloane Stephens gewann in einem einseitigen Endspiel 6:3, 6:0 gegen ihre Landsfrau aus den USA, Madison Keys (22). "Maddie ist meine beste Freundin auf der Tour, für uns war das etwas Besonderes", sagte die Siegerin. "Ich hätte mir gewünscht, dass es ein Unentschieden gegeben hätte."
Für die 24-Jährige ist der Sieg in New York der größte Erfolg ihrer Karriere. Stephens ist damit Nachfolgerin von Angelique Kerber, die vor einem Jahr ihren großen Tag in New York hatte. Nach nur 61 Minuten war das von Nervosität geprägte Endspiel beendet. Stephens bekam ein Preisgeld von 3,7 Millionen Dollar, wunderte sich über so viel Geld - und verbessert sich in der neuen Weltrangliste am Montag von Platz 83 auf 17.
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Unstet und sprunghaft
Stephens galt in den vergangenen Jahren stets als großes Talent, zugleich aber als etwas unstet und sprunghaft. Die zuvor letzte US-Amerikanerin, die einen Grand-Slam-Titel gewann und nicht Serena oder Venus Williams hieß, war Jennifer Capriati bei den Australian Open 2002. Die Williams-Schwestern, allen voran Serena, prägen seit zwei Jahrzehnten das US-Tennis.
Keys, für die es wie für Stephens das erste Grand-Slam-Finale war, bekam 1,8 Millionen US-Dollar Preisgeld und durfte sich trotz des verpatzten Endspiels über grandiose zwei Wochen in Flushing Meadows freuen. "Es gibt keine Worte, um zu beschreiben, wie stolz ich auf Madison Keys und Sloane Stephens bin und wie sehr ich mich für sie freue", hatte die wegen der Geburt ihrer ersten Tochter pausierende Serena Williams getwittert.
Die Zuschauer im Arthur-Ashe-Stadion sahen einen nervösen Beginn, vor allem von der mit einem bandagierten rechten Oberschenkel spielenden Keys. Die Nummer 15 der Setzliste trat zwar druckvoller als ihre Tennis-Freundin auf, machte aber auch deutlich mehr Fehler und bekam das Match nicht in den Griff.
USA US Open Finale in New York - Sloane Stephens vs. Madison Keys (picture-alliance/AP Photo/S. Wenig)
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Mit Bandage, ohne Chance: Madison Keys
Die 24-Jährige Stephens, die im Halbfinale Venus Williams besiegt hatte, hatte seit August 2016 elf Monate lang mit einer Fußverletzung pausiert und war bei ihrem zuvor einzigen Grand-Slam-Auftritt in diesem Jahr in Wimbledon in der ersten Runde gescheitert. Nun nutzte sie ihre Chance. Nach dem Matchball rannte sie auf die Tribüne, umarmte ihren Trainer und schließlich die stolze Mama.
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ml/stu (dpa, rtr, Eurosport)
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Nadal gewinnt dritten US-Open-Titel

So war es erwartet worden und so ist es auch gekommen: Der topgesetzte Rafael Nadal hat die US Open gewonnen. Es ist sein dritter New-York-Titel nach 2010 und 2013.
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Der 31-jährige Spanier besiegte den Überraschungsfinalisten Kevin Anderson aus Südafrika in einem relativen einseitigen Endspiel mit 6:3, 6:3, 6:4.
Nach knapp 2:30 Stunden verwandelte Paris-Rekordchampion Nadal seinen zweiten Matchball mit einem Volley und ließ sich von den rund 24.000 Zuschauern im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadium feiern.
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Auch in der Kasse des Verlierers klingelt es
Für seinen 16. Grand-Slam-Titel und seinen ersten Hartplatz-Coup seit über dreieinhalb Jahren kassierte Nadal ein Preisgeld in Höhe von 3,7 Millionen Dollar. Der gleichaltrige Anderson, der erstmals in einem Major-Finale stand, bekam einen Scheck über mehr als 1,8 Millionen Dollar überreicht.
Als Nummer 32 des ATP-Rankings war der 2,03 Meter große Aufschlagspezialist der am schlechtesten platzierte Finalteilnehmer bei den US Open seit Einführung der Computer-Rangliste 1973. Anderson war der erste Südafrikaner seit 52 Jahren, der wieder ein US-Open-Endspiel erreichte.
Nadal gewann damit nach den French Open im Juni sein zweites Grand-Slam-Event des Jahres. Mindestens zwei Major-Erfolge in einer Saison waren dem Linkshänder zuletzt 2013 geglückt. Der Schweizer Roger Federer (Nr. 3), in Flushing Meadows im Viertelfinale gescheitert, triumphierte 2017 bei den Australian Open und in Wimbledon.
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Nervös zu Beginn
Anderson war die Nervosität im bislang wichtigsten Match seiner Karriere zunächst deutlich anzumerken. Im Gegensatz zu Nadal hatte er große Probleme, seine Aufschlagspiele durchzubringen. Seinen fünften Breakball konnte der Favorit dann zur 4:3-Führung nutzen, wenig später verwandelte Nadal seinen ersten Satzball mit einem Rückhand-Volley.
Auch danach blieb der zehnmalige Paris-Gewinner am Drücker und leistete sich kaum unerzwungene Fehler (insgesamt elf Unforced Errors). Die Basis für seinen Sieg legte Nadal, als er Anderson gleich zu Beginn des dritten Durchgangs das Service abnahm. Der Branchenführer indes ließ keinen einzigen Breakpunkt zu.
Bei dem mit ingesamt 50,4 Millionen Dollar dotierten letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatten fünf Spieler aus den Top elf wegen Verletzungen gefehlt - unter anderem Titelverteidiger Stan Wawrinka (Schweiz) sowie Andy Murray (Großbritannien) und Novak Djokovic (Serbien).
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haz/stu (sid, dpa)
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Datum: 13.09.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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