U21-Europameisterschaft in Polen: U21 sieht Zeit für den EM-Titel gekommen

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Die DFB-Junioren greifen bei der Europameisterschaft in Polen nach dem Titel. Im Finale steht allerdings mit Spanien der Top-Favorit des Turniers im Weg. Das Rezept: "Deutsche Härte".
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"Wir müssen dreckig spielen", sagt selbst Filigran-Techniker Max Meyer, der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft, vor dem Finale der Europameisterschaft am Freitag in Krakau gegen den Top-Favoriten Spanien (Anstoß 20.45 Uhr MESZ, im DW-Liveticker ab 20.30 Uhr): "Direkt mit kleinen Fouls oder kleinen Nickeligkeiten anfangen, damit die Spanier den Spaß verlieren am Fußball." Torwart Julian Pollersbeck, Elfmeterheld im Halbfinale gegen England, stößt ins gleiche Horn: "Dem einen oder anderen mal richtig den Ofen heiß machen, das mögen die nicht. Ein Tick deutsche Härte würde dem einen oder anderen bestimmt den Zahn ziehen. Zeigen wir mal den Spaniern, wie man im Finale spielt."
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Mit Stars gespickt
Die letzte Hürde für die Mannschaft von DFB-Trainer Stefan Kuntz ist hoch. Während einige deutsche U21-Stammspieler derzeit unter Bundestrainer Joachim Löw im Confed Cup in Russland spielen, ist die Mannschaft Spaniens mit Stars wie Champions-League-Sieger Marco Asensio von Real Madrid oder dem fünffachen Turniertorschützen Saul Niguez von Atletico Madrid gespickt. Ihre bisherigen vier Gegner bei dem Turnier haben sie beherrscht. "Wenn man die Namen sieht, die Klubs, die Erfahrung - das ist schon ein toller Endspielgegner," sagt Kuntz. "Wenn wir sie zu sehr machen lassen, werden sie mit uns 'Such's  Balli' spielen."
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EM-Triumph von 2009 als Ansporn
Torwart Pollersbeck, der in der nächsten Saison für den Bundesligisten Hamburger SV zwischen den Pfosten stehen wird, bemüht sogar den Fußballgott. "Wenn der da oben sagt: Deutschland, diesmal seid ihr dran, dann sind wir dran," meint der 22-Jährige. "Jeder hat Bock. Hauptsache, wir holen das Ding. Wie, ist mir egal." Erst zum dritten Mal steht eine deutsche U21-Auswahl in einem EM-Finale. Den bislang einzigen Titel gab es 2009 in Schweden mit sechs späteren Weltmeistern, darunter Manuel Neuer, Mesut Özil, und Jerome Boateng. "Wir wissen alle, was die Jungs von 2009 für einen Weg gegangen sind", sagt Stürmer Davie Selke. "Das ist Ansporn genug." Auch DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch setzt auf den Nachahmer-Effekt: "Wir brauchen nur zurückschauen auf 2009, was der Titelgewinn damals ausgemacht hat für diese Spieler. Wenn du in deinem Jahrgang Europameister wirst, dann hast du etwas geleistet, was wenige in ihrer Karriere schaffen."
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Die voraussichtliche Aufstellung des deutschen U21-Teams: Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern) - Toljan (1899 Hoffenheim), Stark (Hertha BSC), Kempf (SC Freiburg), Gerhardt (VfL Wolfsburg) - Arnold (VfL Wolfsburg), Dahoud (Borussia Mönchengladbach) - Philipp (SC Freiburg), Meyer (Schalke 04), Gnabry (Werder Bremen) - Selke (RB Leipzig).
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Stefan Nestler (mit dpa, sid)    
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Confed Cup-2017 in Russland: Elfmeterheld Bravo bringt Chile ins Finale

Südamerikameister Chile ist der erste Finalist der Mini-WM in Russland. Nach 120 torlosen Minuten gegen Portugal wird Chiles Torwart Claudio Bravo im Elfmeterschießen zum Trauma des Europameisters.
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Beim Confederations Cup in Russland hat Südamerikameister Chile nach einem Elfmeter-Blackout des Europameisters Portugal als erste Mannschaft das Finale erreicht. Das Team um Bayern-Star Arturo Vidal setzte sich in Kasan im ersten Halbfinale im Elfmeterschießen mit 3:0 gegen die von Weltfußballer Cristiano Ronaldo angeführten Portugiesen durch. In den 120 Spielminuten zuvor waren keine Tore gefallen. Alle drei portugiesischen Elfmeterschützen, Ricardo Quaresma, Joao Moutinho und Nani, scheiterten an Chiles Torhüter Claudio Bravo. "Es ist Wahnsinn", sagte der Matchwinner. "Unsere Mannschaft hat alles gegeben und den Finaleinzug verdient." Im Finale treffen die Südamerikaner am Sonntag (Anstoß 20.00 Uhr MESZ, ab 19.45 Uhr im DW-Liveticker) in St. Petersburg entweder auf Weltmeister Deutschland oder Gold-Cup-Sieger Mexiko, die den zweiten Finalisten am Donnerstag (20 Uhr, ab 19.45 im DW-Liveticker) in Sotschi ermitteln. Portugal spielt am Sonntag (15.00 Uhr) im Spiel um Platz drei in Moskau gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals.
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Flotter Beginn
Die Partie begann rasant. Bereits nach sechs Minuten stand der ehemalige Hoffenheimer Bundesliga-Profi Eduardo Vargas frei vor dem portugiesischen Tor, scheiterte aber an Schlussmann Rui Patricio. Nur wenige Sekunden später kam André Silva auf der anderen Seite auf Vorlage von Ronaldo aus kürzester Distanz nicht an Bravo vorbei. Danach verflachte das Spiel zunächst und nahm erst in der zweiten Halbzeit wieder richtig Fahrt auf. Zunächst hatte Chile mit einem Vidal-Kopfball (54. Minute) und einem Seitfallzieher von Vargas (57.) gute Torchancen, ehe Ronaldo aus spitzem Winkel an Chiles Torwart Bravo scheiterte. In der 72. Minute hatte der Weltfußballer mit einem abgefälschten Schuss seine beste Torchance.
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Zweimal Aluminium
In der Verlängerung waren die Chilenen die deutlich aktivere Mannschaft. In der 113. Minuten hätten sie eigentlich einen Foulelfmeter erhalten müssen, als der Portugiese Josè Fonte den Chilenen Francisco Silva im Strafraum von den Beinen holte. Doch die Pfeife blieb stumm, auch die Video-Schiedsrichter griffen nicht ein. Kurz vor dem Abpfiff der Verlängerung (119.) scheiterten die Südamerikaner zweimal am Aluminium. Erst traf Vidal aus 17 Metern den linken Pfosten, dann hämmerte Martin Rodriguez den Ball an die Latte. Es blieb beim 0:0, das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dass gleich alle drei Portugiesen an Bravo scheitern würden, hätten wohl selbst die kühnsten Optimisten auf Seiten der Chilenen nicht für möglich gehalten. "Wir haben gekämpft wie die Verrücken. Wir spielen uns immer besser ins Turnier und glauben, dass wir auch im Finale die besten Chancen haben", sagte Arturo Vidal nach der Partie in der ARD und verriet auch seinen Wunschgegner: "Deutschland!" 
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Stefan Nestler (mit dpa, sid)
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Datum: 30.06.2017
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