Sport-News: Schwimm-WM 2017 in Budapest

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Vier Weltrekorde an einem Tag

Was für ein Tag für Peaty: Erst bricht der britische Sportler bei der Schwimm-WM in Budapest seinen eigenen Weltrekord, um den neuen nur neun Stunden später erneut zu unterbieten. Und es gibt noch mehr neue Bestmarken.
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Adam Peaty hat bei der Schwimm-WM in Budapest seinen eigenen Weltrekord über 50 Meter Brust gleich zweimal an einem Tag verbessert. Der 22 Jahre alte Brite benötigte am Dienstagmorgen in der Duna Aréna zunächst 26,10 Sekunden und blieb damit 32 Hundertstelsekunden unter seiner alten Bestmarke von den Weltmeisterschaften in Kasan 2015. Im Halbfinale am Abend schwamm er noch einmal 15 Hundertstel schneller, die neue Bestmarke liegt nun bei 25,95 Sekunden.
Damit gibt es bei den internationalen Titelkämpfen in Ungarn bisher fünf Weltrekorde. Für die erste Bestmarke hatte die Schwedin Sarah Sjöström am Sonntag über 100 Meter Freistil in 51,71 Sekunden im Staffel-Rennen gesorgt. Heute knackte zudem die Kanadierin Kylie Masse bei ihrem Finaltriumph über 100 m Rücken in 58,10 Sekunden die acht Jahre alte Marke der Britin Gemma Spofforth aus der Anzug-Ära. Und im letzten Rennen stellte Olympiasiegerin Lilly King aus den USA bei ihrem Sieg über 100 m Brust ebenfalls einen neuen Weltrekord (1:04,13) auf.
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sw (dpa, sid)
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Hausding holt zweite WM-Medaille

Am siebten Tag der Schwimm-WM in Ungarn gewinnt Patrick Hausding Silber vom 3m-Brett. Für die Freiwasser-Schwimmer um Finnia Wunram platzte dagegen der Traum von Edelmetall schon nach wenigen Sekunden.
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Rekordeuropameister Patrick Hausding sprang in Budapest auf den zweiten Rang. Der Berliner, der sich das Edelmetall vor allem dank eines überragenden Viereinhalb-Vorwärtssaltos im vorletzten Durchgang verdiente, musste sich lediglich dem Chinesen Xie Siyi um knapp 21 Zähler geschlagen geben. Dritter wurde der Russe Ilja Sacharow.
Es war die erste WM-Medaille vom 3-m-Brett für den Deutschen Schwimm Verband (DSV) seit 26 Jahren. Damals war der Münchner Albin Killat in Perth auf Rang drei gesprungen. Am Montag hatte Hausding im letzten gemeinsamen Finale mit seinem Turm-Synchronpartner Sascha Klein bereits Bronze gewonnen. Mit den beiden Medaillen hat das deutsche Wassersprungteam seine interne Zielvorgabe für die Titelkämpfe in der Duna Aréna bereits erfüllt. Bei der WM vor zwei Jahren in Kasan waren Hausding und Co. noch komplett leer ausgegangen.
Der Mammut-Wettbewerb verlangte den Springern alles ab. Nachdem sich der Vorkampf am Mittwochmorgen mit 56 Startern fast vier Stunden in die Länge gezogen hatte, dauerte das Halbfinale noch mal 90 Minuten, das Finale am Donnerstag war 70 Minuten lang. Die langen Wartezeiten hatte sich Hausding mit einem Kartenspiel auf dem Handy, Pausen auf der Isomatte und Musikhören vertrieben. Für den Vielstarter, der bereits WM-Bronze im letzten gemeinsamen Finale mit seinem Turm-Synchronpartner Sascha Klein geholt hatte, war es der fünfte Wettbewerb in Budapest.
Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram hatte am morgen kurz nach dem Start des Staffelrennens im Plattensee einen Schlag gegen den Kopf bekommen, quälte sich durch die 1250 m lange erste Runde und kollabierte beim ersten Wechsel. "Kreislauf, Schnappatmung, sie war total durch den Wind", berichtete Bundestrainer Stefan Lurz, nachdem die 21-Jährige aus dem Wasser gezogen und von den Medizinern versorgt worden war. Den Rückstand konnten ihre Teamkollegen nicht mehr aufholen, für den Titelverteidiger blieb nur Platz acht. Gold ging an Frankreich vor den USA und Italien.
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jk/kd (sid,dpa)
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Datum: 28.07.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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zagluwka
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