Sport-News: Berühmte Sieger

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Le Tour de France 2017: Froome zum vierten Mal Toursieger

Nach 2013, 2015 und 2016 triumphiert der Brite Chris Froome auch in diesem Jahr bei der Frankreich-Rundfahrt. Den Tagessieg auf der letzten Etappe in Paris verpasst der deutsche Sprinter André Greipel als Zweiter knapp.
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Chris Froome gönnte sich auf seiner Tour d'Honneur ein Gläschen Champagner Rosé, von seinen Teamkollegen gab es eine Bierdusche - André Greipel stürmte dagegen auf den Champs Élysées ganz knapp am Sieg-Hattrick vorbei. Beim Schlussakt der 104. Tour de France rollte Froome nach dem Sekunden-Krimi über 3450 Kilometer zum vierten Mal im Gelben Trikot erleichtert über den Pariser Prachtboulevard. Greipel war indes beim abschließenden Prestigesprint als Zweiter der dritte Erfolg nach seinen Siegen 2015 und 2016 nicht vergönnt.
So blieb es aus deutscher Sicht bei den fünf Etappensiegen von "Le Kaiser" Marcel Kittel und den Erinnerungen an einen stimmungsvollen Auftakt in Düsseldorf. Greipel musste sich am Sonntag auf der 103 Kilometer langen Schlussetappe nur dem Niederländer Dylan Groenewegen geschlagen geben. "Nah dran ist nicht gewonnen. Ich hätte ein Stückchen früher losfahren müssen»", sagte Greipel gegenüber dem Fernsehsender ARD. Damit endete für den deutschen Ex-Meister eine Serie, nachdem er seit 2011 immer mindestens einen Tagessieg geholt hatte.
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Nur noch ein Erfolg bis zu den Fünffach-Siegern
Drei Wochen stand er im Schatten von Landsmann und Sprinter Marcel Kittel. Der Deutsche, der in den Massensprints die Konkurrenz düpiert hatte, war nach kurzem Heimaturlaub nach seinem Tour-Sturz zur Siegerfeier wieder geladen. Ansonsten hieß es bei der Tour "Rule Britannia" - mal wieder. Nach 2013, 2015 und 2016 stand der in Nairobi geborene Froome wieder ganz oben auf dem Siegerpodest. "Es ist ein unglaubliches Gefühl, wieder im Gelben Trikot nach Paris zu fahren", sagte Froome, der trotz Nieselregen von einem Millionenpublikum am Straßenrand bejubelt wurde. Nur noch ein Erfolg fehlt ihm bis zu den Fünffach-Siegern Jacques Anquetil und Bernard Hinault aus Frankreich, sowie dem Belgier Eddy Merckx und dem Spanier Miguel Indurain.
"Es ist eine große Ehre, im gleichen Atemzug mit den Größten der Tour-Geschichte genannt zu werden. Ich habe niemals zu träumen gewagt, Merckx, Anquetil oder Indurain so nah zu kommen", sagte Froome, der für Triumph Nummer vier schwer schuften musste. Gerade einmal 54 Sekunden betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Rigoberto Uran (Kolumbien). Auch der drittplatzierte Franzose Romain Bardet lag vor dem Zeitfahren in Marseille am vorletzten Tag nur 23 Sekunden hinter dem Briten. Doch auch ein Pfeifkonzert der französischen Fans im Stade Velodrome gegen Froome am Samstag konnte ihren Liebling Bardet nicht mehr zum ersten Toursieg der Gastgeber seit Bernard Hinault 1985 verhelfen.
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Kittel: Fünf Etappensiege bis zum Sturz
Eine Art Renaissance erlebte der deutsche Radsport. Düsseldorf bereitete der Tour beim ersten Grand Départ auf deutschem Boden seit 30 Jahren einen stimmungsvollen Empfang, dazu stiegen die TV-Einschaltquoten wieder deutlich an. "Das große Highlight mit dem Start in Düsseldorf bleibt stehen. Das war grandios, einmalig", bilanzierte Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin. Auch Tour-Debütant Nikias Arndt, einer der Gewinner dieser Rundfahrt, pflichtete bei: "Der Start bleibt in Erinnerung. Ich habe es genossen. Ich hatte zwei Tage Gänsehaut."
Überstrahlt wurde aus deutscher Sicht alles vom umjubelten Seriensieger Kittel, ehe ein Sturz in den Alpen die wunderbare Reise abrupt stoppte. "Die Freude überwiegt. Es macht mich sehr stolz, was ich erlebt habe", sagte Kittel. Durfte er auch sein, schließlich hatte er deutsche Rekorde wie die fünf Siege von Didi Thurau (1977) oder die Bestmarke von Erik Zabel (insgesamt zwölf Siege) eingestellt bzw. übertroffen.
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sw/og (dpa, sid)
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CHIO 2017 in Aachen: Dressur-Königin Werth erobert Aachen zurück

Zum Abschluss des CHIO zeigt Isabell Werth erneut ihre Klasse. Die Dressurreiterin gewinnt mit Weihegold die Kür. Beim Springreiten schafft es kein Deutscher ins Stechen - hier siegt der Belgier Gregory Wathelet.
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Einen Tag nach dem Dämpfer im Grand Prix Special schlug die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt zurück und gewann am Sonntag die Kür beim CHIO in Aachen. Mit einem spektakulären Ritt auf ihrer Stute Weihegold gewann die 48-Jährige mit klarem Vorsprung. "Das war ein Super-Ritt", lautete ihr passender Kommentar. Die sechsmalige Dressur-Olympiasiegerinholte sich damit zum elften Mal insgesamt und zum ersten Mal seit 2008 den Großen Preis von Aachen.
Nach der überraschenden Niederlage gegen die US-Amerikanerin Laura Graves am Vortag rückten Werth und ihr scheinbar schwerelos schwebendes Olympiapferd Weihegold die Kräfteverhältnisse überzeugend zurecht und distanzierten Graves mit Verdades um sieben Prozentpunkte - Welten in der Dressur. Am Ende schob sich auch noch Sönke Rothenberger mit Cosmo an Graves vorbei auf Platz zwei.
Nur Platz elf belegte aus der goldenen Olympia-Equipe von Rio Dorothee Schneider, deren junger Sammy Davis jr. den Anstrengungen der letzten Tage in seinem ersten Grand-Prix-Jahr deutlich Tribut zollen musste. "Das war wichtig, um zu zeigen, wo wir wirklich stehen", sagte Werth: "Gefühlte 90 Prozent, damit kann man sehr gut leben." 89,675 Punkte gab es für Werth und Weihegold, 85,750 für Rothenberger, 82,550 für Graves.
Dass sie als absolute Topfavoritin zur EM Ende August nach Göteborg fährt, nimmt Werth selbstbewusst und doch sehr sachlich an. "Natürlich wehre ich mich nicht dagegen, das wäre ja unglaubwürdig", sagte sie, wies allerdings darauf hin, dass "man ganz schnell mal auf Platz zwei landen kann. Vielleicht vertritt sich das Pferd plötzlich beim Ausladen, dann muss man alles ganz neu planen."
In der Teamwertung hatte die Equipe mit Werth, Rothenberger, Schneider und dem vollkommen indisponierten Hubertus Schmidt mit Imperio zum 37. Mal seit 1977 keine Konkurrenz. Bei der Europameisterschaft in einem Monat in Göteburg reiten Werth, Rothenberger, Schneider und Helen Langehanenberg für Deutschland. Das gaben der Dressurausschuss des nationalen Verbandes FN und Bundestrainerin Monica Theodorescu am Samstagabend bekannt.
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Kein deutscher Springreiter im Stechen
Ohne einen der vier Gastgeber, die sich für den zweiten Umlauf qualifiziert hatten, ging es zum Abschluss des CHIO beim Großen Preis der Springreiter ins Stechen: Vorjahressieger Philipp Weishaupt war sogar bereits im ersten Durchgang gescheitert. Bester Deutscher in der Endabrechnung war somit Andreas Kreuzer auf Platz fünf. Der 26-Jährige, mit Chacco Blue bereits 2011 an gleicher Stelle Dritter, blieb mit dem Fuchswallach Calvilot in beiden Umläufen fehlerfrei, handelte sich aber zwei Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung ein. Für das zweitbeste deutsche Ergebnis sorgte Laura Klaphake, die mit Catch Me If You Can auf Rang 13 kam.
In dem mit einer Million Euro dotierten Springen siegte Gregory Wathelet. Der 36 Jahre alte Profi aus Belgien setzte sich im Sattel von Coree im Stechen durch. Auf Platz zwei kam die für Portugal reitende Luciana Diniz mit Fit For Fun vor dem Niederländer Marc Houtzager mit Calimero.  
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og/sw (sid, dpa)
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UK Golf Open Championship: Spieth gewinnt British Open

Der Weltranglistendritte liefert am letzten Tag des Major-Turniers ein Spektakel ab. Der US-Amerikaner hat nun die Chance auf den Grand Slam. Deutschlands bester Golfer beendet das Turnier mit einer guten Schlussrunde.
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Jordan Spieth hat bei der 146. British Open für die ganz große Golf-Show gesorgt. Nach vielen Fehlschlägen zu Beginn und einem kapitalen Patzer auf der 13. Bahn rettete der US-Star am Ende mit brillantem Spiel seinen dritten Major-Sieg. Der 23-Jährige gewann am Sonntag das Traditionsturnier im Royal Birkdale Golf Club mit einem Gesamtergebnis von 268 Schlägen vor seinem Landsmann Matt Kuchar (271) und dem Überraschungs-Dritten Haotong Li (274) aus China. Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer (282) beendete das Turnier aufdem geteilten 37. Rang.
Mit dem Sieg bei der British Open hat Spieth bereits drei der vier wichtigsten Golf-Turniere der Welt gewonnen. Der Texaner hatte sich im Jahr 2015 die Titel beim Masters und bei der US Open gesichert. In drei Wochen kann er mit einem Sieg bei der PGA Championship in Charlotte/North Carolina den Karriere-Slam perfekt machen.
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Schlag von der Driving Range
Spieths Schlussrunde auf dem Par-70-Platz an der Nordwestküste Englands wurde zur kuriosen Show. Mit drei Schlägen Vorsprung auf Kuchar war er in den Finaltag gestartet. Doch gleich auf den ersten Spielbahnen unterliefen ihm ungewohnte Fehler. Auf der 13. Spielbahn verzog er seinen Abschlag so weit nach rechts in die Dünen, dass er den Ball wegen der schlechten Lage für unspielbar erklärte und dafür einen Strafschlag kassierte. Den nächsten Schlag spielte er dann von der Driving Range aus, um einen besseren Winkel in das über 150 Meter entfernte Grün zu haben. Der Ball verfehlte das Grün zwar, aber Spieth büßte mit zwei starken Aktionen nur einen weiteren Schlag ein. Dennoch verlor er die Führung an Kuchar.
Von da an war Spieth so richtig wach. Auf den letzten fünf Löchern lieferte er ein wahres Feuerwerk an guten Golfschlägen ab - ganz zur Freude der Zehntausenden von Zuschauern und Englands Fußball-Star Wayne Rooney, der das Spektakel von der Tribüne aus verfolgte. Der Südafrikaner Branden Grace hatte bei der British Open bereits am Vortag mit seiner 62er-Traumrunde einen historischen Rekord aufgestellt. Dem 29-Jährigen gelang am Samstag bei perfekten äußeren Bedingungen die niedrigste Runde, die jemals bei einem der vier Major-Turniere gespielt wurde. Zuvor hatten 31 Spieler die Bestmarke von 63 Schlägen gehalten. Am Sonntag lieferte auch noch der Chinese Haotong Li bei seiner ersten Teilnahme an einer British Open eine 63er-Runde ab.
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Kaymer mit Schulterproblemen
Für Martin Kaymer war der zehnte Start bei einer British Open ein schmerzvolles Jubiläum. Von Schulterproblemen geplagt, konnte Deutschlands Golfstar an keinem der vier Tage sein bestes Spiel auf dem Par-70-Platz zeigen. Ein Sieg war für den zweimaligen Major-Champion bereits nach der schwachen Auftaktrunde außer Reichweite. Immerhin sorgte der 32-Jährige aus Mettmann am Finaltag mit seiner 68er-Runde auf dem Dünen-Kurs für einen versöhnlichen Abschluss.
Einen Tag vor dem Start der British Open hatte Kaymer erklärt, dass ihn schon seit zwei Monaten Schmerzen in der linken Schulter plagen. Eine Entzündung an der Bizepssehne sei die Ursache. "Die vier Tage habe ich echt gemerkt", gestand Kaymer, der derzeit nur mit Schmerzmitteln spielen kann. "Ich bin froh, dass ich jetzt ein paar Tage frei habe."
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sw/og (dpa, sid)
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British Open: Grace stellt historischen Rekord auf

Golfprofi Branden Grace stellt bei den 146. British Open einen Rekord auf. Der 29-Jährige spielt eine nahezu perfekte Runde. Für Martin Kaymer läuft es indes nicht so gut.
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Der Südafrikaner Branden Grace hat mit einer Traumrunde bei den British Open einen Golf-Rekord für die Ewigkeit aufgestellt. Der 29-Jährige absolvierte auf dem Par-70-Kurs von Royal Birkdale im englischen Southport als erster Golfprofi bei einem Major-Turnier eine Runde mit nur 62 Schlägen. In der 441 Turniere umfassenden Major-Geschichte es bislang 31 Runden mit 63 Schlägen gegeben, aber noch nie eine 62. "Es fühlt sich großartig an, eine außergewöhnliche Runde von Anfang an", sagte Grace. Dass er auf Rekordkurs lag, wusste er nicht: "Mein Caddy hat mir zum Rekord gratuliert, bis dahin hatte ich keine Ahnung."
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Kaymer verpasst Aufholjagd
Auf seiner Rekordrunde spielte Grace auf dem Par-70-Kurs an der Nordwestküste Englands acht Birdies. Grace ist seit 2007 Profi und hat bislang ein Turnier auf der PGA-Tour und sieben auf der European Tour gewonnen. Mit Rekordrunden hat er Erfahrung. Er ist Co-Rekordhalter auf der European Tour, seit ihm 2012 bei seinem Sieg bei der Alfred Dunhill Links Championship in Schottland eine 60er-Runde gelang.
Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer spielte seine bisher beste Runde in Southport. Der 32-Jährige beendete seinen dritten Tag auf dem Dünen-Platz mit 70 Schlägen. Das gute Wetter konnte er aber nicht so richtig ausnutzen, um eine Aufholjagd zu starten. Mit insgesamt 214 Schlägen fiel der zweifache Major-Sieger vorerst auf den geteilten 55. Rang zurück.
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tk/mrl (sid, dpa)
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Datum: 25.07.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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