Ringen um die Olympia-Rechte

Präsentationen | Sport | Verschiedenes

ARD und ZDF zeigen nun doch Olympia

Sportfans in Deutschland dürfte die Nachricht freuen: Die Olympischen Spiele werden bis mindestens 2024 im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Die Verantwortlichen sprechen von einem "Ringen um die Rechte".
***
In Deutschland sind viele Fernseh-Zuschauer an frei empfangbare Sport-Übertragungen gewöhnt: Die Fußball-WM sowie -EM und auch die Olympischen Sommer- und Winterspiele sowie viele andere Großveranstaltungen laufen hierzulande im öffentlich-rechtlichen und somit frei empfangbaren TV. Im Fall von Olympia stand diese Tradition zuletzt vor dem Aus: Mit dem Rechteerwerb durch den amerikanischen Discovery-Konzern sowie seiner Sport-Tochter Eurosport waren ARD und ZDF vorerst ausgebootet. Verhandlungen über eine Sublizenz scheiterten. Und angesichts der extrem hohen Rechtekosten - rund 1,3 Milliarden Euro ließ sich Discovery die Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele zwischen 2018 und 2024 kosten - schien Olympia zu einer teuren Pay-TV-Ware zu werden.
***
"Für beide Seiten attraktiv"
Dies scheint nun vorerst abgewendet: ARD und ZDF können bis mindestens 2024 doch Livebilder von den Olympischen Spielen zeigen. Der Rechteinhaber Discovery sowie die beiden öffentlich-rechtlichen Sender bestätigten am Freitag eine sogenannte Sublizenzierung für die kommenden vier Spiele. "Das Ringen um die Liverechte hat sich gelohnt. Unser Publikum kann sich jetzt wieder darauf verlassen, die Spiele in der gewohnten Qualität von ZDF und ARD präsentiert zu bekommen", sagte ZDF-Intendant Thomas Bellut.
Wie tief beide Sender in die Tasche greifen müssen, wurde nicht bekannt. "Wir haben uns auf einer wirtschaftlichen Basis getroffen, die für beide Seiten attraktiv ist", sagte Discovery-Geschäftsführerin Susanne Aigner-Drews dem SID. In den ersten Verhandlungen mit den beiden deutschen Olympia-Stammsendern vor mehr als einem halben Jahr soll Discovery alleine für Sublizenzen für die bevorstehenden Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die folgenden Sommerspiele 2020 in Tokio jeweils 150 Millionen Euro gefordert haben. Dies hatten ARD und ZDF als zu hoch abgelehnt.
***
2018 noch eingeschränkte Live-Übertragung
Bei den Winterspielen 2018 in Pyeongchang/Korea werden ARD/ZDF aber aufgrund des geringen zeitlichen Vorlaufs nicht von allen Wettbewerben live berichten können. Die Wettbewerbe im Eiskunstlauf, Shorttrack und Snowboard sollen in umfangreichen Highlights zu sehen sein.
***
Joscha Weber
jw/ck (mit sid/dpa)
http://p.dw.com/p/2i2zY
***
Möglicherweise doch Olympia in ARD/ZDF

Britische Medien berichten, dass sich die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit Discovery über die Olympia-Rechte für die kommenden Jahre geeinigt hätten. Eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.
***
ARD und ZDF können offenbar doch weiter Livebilder von Olympischen Spielen zeigen. Britischen Medienangaben zufolge einigten sich die öffentlich-rechtlichen Sender angeblich im zweiten Anlauf mit dem Rechteinhaber Discovery (Eurosport) auf eine sogenannte Sublizenzierung für die Spiele von 2018 bis einschließlich 2024. In diesen Zeitraum fallen zwei Winter- und zwei Sommerspiele.
Die Deutschland-Niederlassung von Discovery und die ARD bestätigten die Medienberichte am Mittwoch auf SID-Anfrage zunächst nicht. Discovery ließ verlauten, dass kein neuer Stand zu vermelden sei. In der gleichen Tonlage kommentierte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky die Meldung von der Insel. Seitens des ZDF lag gar keine Reaktion vor.
***
Verhandlungssache
Eine Einigung hatte sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet. Über ein halbes Jahr nach dem Scheitern erster Verhandlungen waren ARD/ZDF und Discovery zuletzt wieder aufeinander zugegangen.
Discovery hatte nach den im Herbst 2016 noch ergebnislos gebliebenen Gesprächen mit ARD und ZDF Olympia-Berichterstattungen im Alleingang angekündigt. Dabei sollten die Wettkämpfe auf sämtlichen Plattformen wie Eurosport1, Eurosport2, DMAX und TLC gesendet werden.
***
Das liebe Geld
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die europäischen TV-Rechte für die Spiele von 2018 bis 2024 für 1,3 Milliarden Euro an Discovery verkauft und damit auf dem deutschen Markt erstmals ARD und ZDF unberücksichtigt gelassen. Seitdem hatten sich die beiden Sender um eine Einigung mit Discovery bemüht.
In den ersten Verhandlungen mit den beiden deutschen Olympia-Stammsendern soll Discovery alleine für Sublizenzen für die bevorstehenden Winterspiele 2018 in Pyeongchang und die folgenden Sommerspiele 2020 in Tokio jeweils 150 Millionen Euro gefordert haben. Die kolportierten Summen lagen allerdings jenseits der Schmerzgrenzen von ARD und ZDF.
***
ck/sn (sid)
http://p.dw.com/p/2hY5w
Datum: 16.08.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
Aufrufe: 19
zagluwka
advanced
Absenden