Olympische Winterspiele-2018, Pyeongchang, Nordkorea

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Olympisches Dorf in Pyeongchang eröffnet

Die Winterspiele 2018 finden an zwei Hauptstandorten statt: In Pyeongchang im Taebaek-Gebirge und in Gangneung an der Ostküste Südkoreas. Viele Wettkampfstätten sind neu - auch auf Nachhaltigkeit wurde geachtet. In Pyeongchang sind die Wege nicht so weit wie noch 2014 in Sotschi. Alle Wettbewerbe, die auf Skiern ausgetragen werden, und die Bob- und Rodelkonkurrenzen finden im sogenannten Pyeongchang-Gebirgscluster statt. Die Eiswettbewerbe werden 35 Kilometer östlich im Gangneung-Küstencluster abgehalten. Pyeongchang selbst ist eine 10.000-Einwohner-Kleinstadt etwa 180 Kilometer östlich von Seoul.
Die Unterkünfte für die 2900 Athleten und ihre Trainer sind bereit. An zwei Standorten werden die Wintersportler während der Olympischen Spiele in Pyeongchang beherbergt. Im Athletendorf weht eine ganz besondere Fahne.
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Acht Tage vor Beginn der Olympischen Spiele, die vom 9. bis 25. Februar in Pyeongchang stattfinden, ist das Olympische Dorf offiziell eröffnet worden. Im weiteren Verlauf des Tages bezogen die ersten der rund 2900 erwarteten Sportler ihre Zimmer. Es gibt zwei Athletenunterkünfte. Sie befinden sich in der Bergregion von Pyeongchang, wo die Ski und Rodel-Wettbewerbe abgehalten werden, und in der Küstenstadt Gangneung, in der die Hallen für Eishockey, Curling, Eisschnell- und Eiskunstlauf beheimatet sind. Insgesamt können rund 6800 Aktive und Betreuer untergebracht werden.
Anlässlich der Eröffnung wurde auch die nordkoreanische Fahne gehisst. Dafür war eine gesetzliche Ausnahmeregelung in Südkorea nötig, die am Donnerstag in Kraft trat. Normalerweise ist das Zurschaustellen der Flagge des verfeindeten Nordens verboten. Nun ist die rot-weiß-blaue Fahne während der Spiele an den Austragungsstätten, bei Medaillenzeremonien sowie an den offiziellen Athletenunterkünften zu sehen. Nach längeren Verhandlungen und dem Einsatz des IOC hatte sich Nordkorea entschieden, eine Mannschaft nach Pyeongchang zu entsenden. Bei der Eröffnungs- und der Schlussfeier wollen Nord- und Südkoreaner gemeinsam ins Stadion einlaufen. Zudem tritt im Frauen-Eishockey eine gemischte Mannschaft mit Spielerinnen aus Nord- und Südkorea an, als Zeichen für eine Entspannung zwischen den verfeindeten Landesteilen. Allerdings war eine geplante gemeinsame Kulturveranstaltung der beiden Teile Koreas am Dienstag von nordkoreanischer Seite abgesagt worden.
Als erste Athleten-Delegation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) ziehen die Eisschnellläufer um die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein ins Athletendorf ein. Auch die 22 nordkoreanischen Athleten sollten im Laufe des Tages im Dorf eintreffen. Bereits am Mittwoch hatte IOC-Präsident Thomas Bach das Dorf in Augenschein genommen und sein Zimmer im 15. Stock des Gebäudes 101 in der Bergregion bezogen. "Mit der Eröffnung des Olympischen Dorfes gehen die Spiele nun wirklich los", sagte Bach.
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asz/ck (sid, dpa)
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Datum: 07.02.2018
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