Marcel Kittel gewinnt 10. Etappe der Tour de France

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Kittel zum Vierten: Der Mann im Grünen Trikot des Punktbesten ist auch auf der 10. Etappe nicht zu schlagen. Erneut gewinnt der Deutsche einen Massensprint und setzt damit eine neue Rekordmarke.
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Der deutsche Sprintstar Marcel Kittel hat bei der 104. Tour de France seinen vierten Etappensieg gefeiert und ist nach seinem insgesamt 13. Tageserfolg nun alleiniger deutscher Rekordhalter. Kittel aus dem Team Quick-Step Floors setzte sich auf dem 178 Kilometer langen zehnten Abschnitt von Périgeux nach Bergerac souverän vor John Degenkolb vom Team Trek-Segafredo durch.
Mit seinen 13 Siegen ließ der 29 Jahre alte Kittel Ex-Sprintstar Erik Zabel hinter sich, der in seiner Karriere zwölf Etappenerfolge bei der Tour erreicht hatte. Kittel baute zudem seine Führung im Kampf um das Grüne Trikot aus. Das Gelbe Trikot der Gesamtführenden behauptete Titelverteidiger Christopher Froome aus Großbritannien.
"Ich kann es nicht glauben, bin überglücklich. Vier Etappensiege - ich bin überwältigt", freute sich Kittel: "Den Rekord alleine zu haben, bedeutet mir sehr viel. Als ich mit dem Radsport begonnen habe, konnte ich mir nicht einmal vorstellen, je die Tour zu fahren." Tristesse dagegen bei Routinier André Greipel, der seine glücklose Tour fortsetzte. Obwohl sein Lotto-Team in der Anfahrt des schwierigen Sprints mit zwei 90-Grad-Kurven viel Arbeit leistete, kam der 34-Jährige nur auf Platz zwölf.
Kittel, der 2013 und 2014 ebenfalls viermal bei der Tour gesiegt hatte, setzt seine Rekordjagd bereits am Mittwoch fort, wenn die 11. Etappe in Pau am Rande der Pyrenäen mit dem nächsten Massensprint enden dürfte. Fünf oder mehr Etappensiege bei einer einzigen Tour hat in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt als einziger reiner Sprinter Mark Cavendish erreicht: Der Brite gewann 2009 sechsmal, 2010 und 2011 sicherte er sich jeweils fünf Erfolge. Der Tour-Rekord ist für Kittel aber wohl unerreichbar: Charles Pelissier (1930), Eddy Merckx (1970/1974) und Freddy Maertens (1976) siegten jeweils achtmal bei einer Großen Schleife. Merckx hat mit 33 auch die meisten Etappensiege überhaupt vorzuweisen.
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Dopingfall von Team Bora verschwiegen?
Für Unruhe sorgte der Fall des früheren Bora-Radprofis Ralf Matzka, der bereits im vergangenen Jahr positiv getestet worden war. Bora-Teamchef Ralph Denk gab das am Dienstag bekannt. Auch Weltmeister Peter Sagan fährt für den deutschen Rennstall. Laut Denk wurde bei Matzka am 3. März 2016 die Substanz Tamoxifen nachgewiesen. Matzka fuhr von 2013 bis 2016 für den Bora-Radrennstall, danach gehörte er nicht mehr dem jetzigen World-Tour-Team an. Matzka wurde bislang aber weder suspendiert noch gesperrt. Der Radsport-Weltverband UCI habe aber ein verbandsinternes Verfahren eingeleitet und Klage erhoben, teilte Denk mit, der eine Wasserverunreinigung für den Positivtest als mögliche Ursache nennt. Das Team rechne mit einem Freispruch. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt sei mangels Tatverdacht bereits im September 2016 eingestellt worden.
Der Radsport-Weltverband UCI, der für das sportrechtliche Verfahren zuständig ist, teilte auf dpa-Anfrage mit, dass der Fall noch nicht abgeschlossen sei und das Anti-Doping-Tribunal der UCI sich damit beschäftige. Laut Artikel 7.9.1. des Anti-Doping-Reglements bedürfe es im Fall von Tamoxifen nicht einer provisorischen Suspendierung. Daher sei das Verfahren auch nicht öffentlich gemacht worden.
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asz (dpa, sid)
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Datum: 13.07.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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