Fußball WM Qualifikation 2018

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Auch England ist bei der WM 2018 dabei

England ist nach dem Erfolg über Slowenien durch. Polen fehlt trotz des Kantersiegs in Armenien noch ein Punkt zur Fußball-WM 2018 in Russland. Mit 50 Treffen ist Bayern-Torjäger Lewandowski nun polnischer Rekordschütze.
Englands Fußball-Nationalmannschaft hat sich zum sechsten Mal in Serie für die Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifiziert. Der Tabellenführer der Gruppe F gewann sein Heimspiel gegen Slowenien aber erst durch einen Treffer von Torjäger Harry Kane in der Nachspielzeit (90.+4 Minute) mit 1:0 (0:0). Bemerkenswert ist, dass das Londoner Wembley-Stadion am Donnerstagabend nicht einmal zur Hälfte ausverkauft war.
Mit nunmehr 23 Punkten sind die Three Lions nicht mehr von Platz eins der Gruppe F zu verdrängen und fahren im nächsten Jahr zur WM nach Russland. Schottland rückte durch das 1:0 (0:0) im Verfolgerduell mit der Slowakei in Glasgow auf Platz zwei vor. Im dritten Spiel dieser Gruppe trennten sich Malta und Litauen 1:1 (1:0)-unentschieden. Damit kommt es am letzten Spieltag am Sonntag zu einem Dreikampf um Rang zwei zwischen den Schotten (17 Punkte), der Slowakei (15) und Slowenien (14).
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Polen kurz vor dem Ziel
In der Gruppe E fehlt Polen trotz des 6:1 (3:1)-Kantersiegs in Armenien noch ein Punkt für die Fahrkarte zu seiner achten WM-Endrunde. Weil Dänemark das Verfolgerduell mit Montenegro in Podgorica mit 1:0 (1:0) gewann, haben die Polen als Tabellenführer mit 22 Punkten weiterhin nur drei Zähler Vorsprung auf die Dänen (19), die den Polen mit dem 1:0 in Montenegro (Tor: Christian Eriksen/16.) keine Schützenhilfe leisteten. Die dritte Partie in dieser Gruppe entschied Rumänien für sich, daheim gegen Kasachstan gab es einen 3:1 (2:0)-Erfolg.
Den letzten Punkt für die direkte Qualifikation muss sich die polnische Mannschaft nun am Sonntag gegen Montenegro holen. Mit einem Dreierpack stieg Bayern-Star Robert Lewandowski in Eriwan zum alleinigen Rekord-Torschützen der Polen auf. Der 29-Jährige traf zum 2:0, 3:0 und 5:1 (18./25./64. Minute) und hat nun 50 Tore im Nationaltrikot auf dem Konto. Er überholte damit Wlodzimierz Lubanski (48). Mit 15 Treffern ist Lewandowski nun auch bester Torjäger in der laufenden WM-Qualifikation - vor dem Portugiesen Cristiano Ronaldo (14). Kamil Grosicki hatte die überlegenen Gäste nach Zuspiel von BVB-Profi Lukasz Piszczek bereits in der 2. Minute in Führung gebracht. Der Wolfsburger Jakub Blaszczykowski traf zum 4:1 (58.), Rafal Wolski (89.) zum Endstand. Armenien konnte durch Hovhannes Hambardzumian (39.) zwischenzeitlich nur verkürzen.
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Sieg nutzt Tschechien nichts
Als neunte Mannschaft qualifizierte sich Titelverteidiger Deutschland sportlich durch ein 3:1 (2:0) in Nordirland für die WM. Den Tschechen nutzte der dritte Sieg im neunten Spiel nichts mehr, denn Deutschland und Nordirland waren in der Gruppe C längst enteilt. In Baku setzten sich die Osteuropäer mit 2:1 (1:0) gegen Aserbaidschan durch und rückten mit nunmehr 12 Punkten zumindest auf den dritten Platz vor. Derweil ging San Marino gegen Norwegen im eigenen Stadion mit 0:8 (0:4) regelrecht unter.
Neben Gastgeber Russland haben sich damit bislang Titelverteidiger Deutschland, Brasilien, Belgien, Mexiko, Iran, Japan, Südkorea, Saudi-Arabien und England neun der 31 weiteren WM-Plätze gesichert.
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Calle Kops (dpa)   
ck/jk (dpa)
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Spanien macht WM klar

Spanien hat sich inmitten seiner politischen Krise für die Fußball-WM 2018 in Russland qualifiziert. Die Mannschaft setzte sich am vorletzten Spieltag der Europa-Gruppe G gegen Albanien souverän mit 3:0 (3:0) durch und profitierte entscheidend vom sensationellen 1:1 (1:0)-Patzer der Italiener gegen Mazedonien.
In Alicante waren alle Augen auf Gerard Pique gerichtet. Der Profi des FC Barcelona hatte sich im Zuge des Unabhängigkeitsvotums in Katalonien für die Autonomie der Region ausgesprochen und dafür herbe Kritik von vielen Fans einstecken müssen. Die Pfiffe gegen Pique hielten sich aber in Grenzen. Die Treffer von Rodrigo (18.), Isco (24.), Bayern-Star Thiago (26.) sorgten frühzeitig für gute Stimmung.  
Spannend bleibt es bis zum Schluss hingegen in der Gruppe I, in der sich die Türkei mit ihren Bundesliga-Legionären mit 0:3 (0:2) gegen Island blamierte. Island führt vor dem Showdown zu Beginn kommender Woche das Klassement mit 19 Punkten vor Kroatien und der Ukraine (beide 17) an und kann gegen Kosovo seine erste WM-Teilnahme klar machen. Die EM-Überraschung des vergangenen Sommers hatte bereits das Hinspiel 2:0 gewonnen.
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Türkei ohne Chance auf WM-Teilnahme
Kroatien musste sich mit einem 1:1 (0:0) gegen Finnland zufrieden geben, die Ukraine gewann dank der Treffer von Leart Paqarada (60./Eigentor) und dem BVB-Star Andrej Jarmolenko (87.) im Kosovo 2:0 (0:0). Die Türken haben mit 14 Punkten keine Chance mehr, da es am Montag in Kiew zum Duell Ukraine gegen Kroatien kommt.
Serbien verpasste in der Gruppe D die vorzeitige Qualifikation. Die Serben führen mit 18 Punkten die Tabelle zwar weiter an, müssen aber wieder zittern. Zweiter ist Wales (17), das auch ohne seinen verletzten Superstar Gareth Bale 1:0 (0:0) in Georgien gewann und damit am Montag gegen Irland alle Trümpfe in der Hand hat. Die Iren, die Moldawien 2:0 (2:0) bezwangen, haben 16 Zähler auf dem Konto. Serbien trifft am Montag auf Georgien.
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WM-Aus für Österreich
Bereits zuvor hatte das bislang schlechteste Abschneiden einer ÖFB-Auswahl in der WM-Qualifikation seit der Quali-Runde für die WM 1994 in den USA festgestanden. Zuletzt nahmen die Österreicher 1998 in Frankreich an einer WM-Endrunde teil. Österreich hat als Vierter der Gruppe D acht Punkte Rückstand auf den Zweiten Wales. Rang zwei, der zumindest zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, ist nicht mehr zu erreichen.
Aus Europa bereits qualifiziert sind außerdem Weltmeister Deutschland, England und Belgien. Zudem haben Rekord-Weltmeister Brasilien, Mexiko, Iran, Japan, Südkorea und Saudi-Arabien die Fahrkarte sicher. Gastgeber Russland ist gesetzt. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in Europa in den Play-off-Spielen am 9. und 14. November vier weitere WM-Starter.
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Melanie Last (sid und dpa)    
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Syriens WM-Traum geht weiter

Das syrische Nationalteam schafft ein unentschieden im WM-Qualifikationsspiel gegen Australien. Damit darf das kriegsgeplagte Land weiter auf seine erste WM-Teilnahme hoffen.
Im Play-off-Hinspiel der Asien-Qualifikation gegen den hohen Favoriten Australien erkämpfte Syrien ein 1:1-Unentschieden (0:1). Jetzt darf die Nationalmannschaft von Trainer Ayman Hakeem im Rückspiel am kommenden Dienstag in Sydney ran. Das WM-Wunder rückt damit ein Stück näher.
Omar al Soma, der Syrien mit seinem Tor zum 2:2 gegen den Iran schon in die Play-offs geschossen hatte, erzielte in der 85. Minute mit einem verwandelten Strafstoß den Ausgleichstreffer. Zuvor hatte der Bochumer Profi Robbie Kruse (40.) nach starker Vorarbeit des Herthaners Matthew Leckie Asienmeister Australien mit 1:0 in Führung gebracht.
Ausgetragen wurde das Hinspiel in malaysischen Malakka, da an ein internationales Fußballspiel im tausende Kilometer entfernten Syrien aus Sicherheitsgründen nicht zu denken ist.
Der Weg zum WM-Ticket ist aber noch lang: Der Sieger des Duells "Syrien - Australien" muss zwei weitere Ausscheidungsspiele gegen den Vierten des CONCACAF-Kontinentalverbandes von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik erfolgreich bestreiten, um sich das Ticket für das Endrundenturnier im kommenden Sommer in Russland zu sichern.
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mrl/asz (sid und dpa)
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Datum: 08.10.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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