Fußball WM Qualifikation 2018: Wer verpasst die WM in Russland

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Robben verpasst die WM und nimmt Abschied

Portugal und Frankreich fahren zur WM in Russland. Die Niederlande müssen trotz eines überragenden Arjen Robben erstmals seit 2002 wieder bei einer WM zuschauen. Für den Bayern-Profi wird es nach Spielende emotional.
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Gemeinsam mit zwei seiner drei Kinder ging Arjen Robben nach dem Spiel gegen Schweden auf die Ehrenrunde durch die Amsterdam-Arena. Es hatte nicht gereicht - und es war Robbens letztes Spiel für die niederländische Elftal. Zwar besiegte Oranje die Schweden mit 2:0 (2:0), doch hätte der Sieg viel höher ausfallen müssen, wenn man den Gegner noch hätte überholen wollen. Ein 7:0 wäre dafür nötig gewesen.
Robben war der überragende Mann. Er trieb das Spiel seiner Mannschaft immer wieder an und erzielte beide Tore. Beim 1:0, einem Handelfmeter (16. Minute), hatte er etwas Glück, denn Robben lupfte den Ball locker in Richtung Tor. Schwedens Torhüter hätte ihn im Fallen mit den Füßen wegschlagen können, trat aber daneben.
Sehenswert war das 2:0, ein angeschnittener Direktschuss aus zentraler Position, der sich aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel drehte (21.). Doch anschließend wollte - trotz allen Bemühens - kein weiterer Treffer mehr gelingen.
Das Stadion feierte trotzdem - und zwar Arjen Robben. "Robben, Robben", schallte es immer wieder durch die Arena. Es war ein bewegender, wenn auch kein glücklicher Abschied für den 33-Jährigen.
"Ich habe es besonders genossen. Mir war bewusst, dass es heute das letzte Mal ist. Ich spiele bei einem Topklub in Europa. Ich will mich jetzt ausschließlich auf Bayern konzentrieren", sagte Robben anschließend. Der Flügelstürmer absolvierte für die Elftal insgesamt 96 Spiele, seine 37 Tore bedeuten Rang vier in der "ewigen" Rangliste der Niederlande. 2010 war er mit Oranje in Südafrika Vizeweltmeister geworden, vier Jahre später in Brasilien WM-Dritter.
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asz (sid, dpa)
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Peinliche Pleite: USA verpassen die WM

Das Fußball-Team der USA fällt nach einer Niederlage gegen Trinidad und Tobago in der WM-Qualifikation zurück und scheidet aus. Allerdings profitiert Nutznießer Panama von einem irregulären Tor.
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Man kann es wohl eine Sensation nennen - allerdings keine, die sich die USA gewünscht hätten. Das US-Team ist durch ein blamables 1:2 (0:2) bei Tabellenschlusslicht Trinidad und Tobago in der Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland gescheitert. Schon ein Unentschieden hätte den US-Boys zum Weiterkommen gereicht, doch nach dem überraschenden 0:2-Rückstand zur Pause, blieb das Tor des Dortmunders Christian Pulisic, das direkt nach Wiederanpfiff den Anschluss brachte (47. Minute), das einzige für die USA an diesem Abend. Ein Eigentor von Omar Gonzalez (17.) und ein Treffer von Alvin Jones (36.) hatten Trinidad auf die Siegerstraße gebracht.
Vom Patzer des US-Teams profitierte Panama, das sich allerdings nur dank eines "Phantomtores" erstmals für eine WM-Endrunde qualifizierte. Der irreguläre Treffer erinnerte stark an Thomas Helmers vermeintliches Tor für Bayern München 1994 gegen den 1. FC Nürnberg. Der Ball von Torschütze Gabriel Torres wurde klar vor der Linie geklärt, anschließend stocherte Blas Perez die Kugel im Fallen deutlich am Pfosten vorbei. Trotzdem entschied Schiedsrichter Walter Lopez auf Tor zum 1:1-Ausgleich für Panama. Ob der US-Verband dagegen Protest einlegt, war zunächst offen.
Sollte es bei diesem Ergebnis bleiben, fände zum ersten Mal seit 1986 eine WM-Endrunde ohne die USA statt. Bei den beiden vorangegangenen Weltmeisterschaften in Südamerika und Brasilien hatten die Amerikaner jeweils den Sprung ins Achtelfinale geschafft.
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asz/ck (sid, dpa)
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Die Syrer verlieren das Playoff-Rückspiel in Australien

Syriens Fußballnationalmannschaft wird nicht an der WM 2018 in Russland teilnehmen. Die Syrer verlieren das Playoff-Rückspiel in Australien - allerdings erst in der Verlängerung.
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Wie bitter! In der 120. Minute schoss Omar al-Soma einen Freistoß an den Pfosten. Viel fehlte nicht und der Torjäger der Syrer, der mit seinem Treffer Anfang September zum 2:2 in Teheran gegen Iran sein Team in die Playoffs zur WM 2018 geschossen hatte, wäre erneut zum Helden geworden. So aber sorgte das Aluminium dafür, dass der Traum der Syrer von der erstmaligen Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft geplatzt ist. Nach dem 1:1 im Hinspiel verlor Syrien das Rückspiel vor 42.000 Zuschauern in Sydney gegen Australien mit 1:2 (1:1, 1:1) nach Verlängerung. Matchwinner der Australier war Kapitän Tim Cahill, der beide Treffer für die Heimmannschaft erzielte.
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Cahill bejubelt seinen zweiten Treffer gegen Syrien
Omar al-Soma hatte Syrien früh in Führung gebracht (6. Minute). Cahill sorgte nach einer Flanke von Mathew Leckie, Profi des Bundesligisten Hertha BSC, per Kopfball schnell für den Ausgleich (13.). Die Vorentscheidung fiel zu Beginn der Verlängerung. Syriens Mahmoud Al Mawas musste nach einer harten Attacke gegen Robbie Kruse, der sein Geld beim Zweitligisten VfL Bochum verdient, mit Gelb-Rot vom Platz. In der Folge drängten die Gastgeber auf die Entscheidung. In der 109. Minute war Cahill nach einer Flanke von Kruse erneut mit dem Kopf zur Stelle. Das Spiel blieb bis zum Abpfiff auf Messers Schneide, doch mit al-Somas Pfostentreffer war auch die letzte Chance für Syrien dahin. Während Syrien damit ausgeschieden ist, steht Australien in der letzten Qualifikationsrunde. Dort geht es gegen den Tabellenvierten der Qualifikation der Konföderation für Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Das ist derzeit Panama, andere mögliche Gegner sind Honduras und die USA.
Wie schon bei den letzten WM-Qualifikationsspielen der Syrer verfolgten Tausende von Menschen auf Plätzen in der syrischen Hauptstadt Damaskus auf Leinwänden die Partie in Sydney.
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sn/ck (sid, dpa)
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Datum: 12.10.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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