Fußball-WM-2018, Qualifikationsspiele

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Senegal fährt zur WM, Italien droht das Aus

Als dritte Mannschaft der Afrika-Zone qualifiziert sich der Senegal für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Russland. Für Italien könnte es dagegen zur "Apokalypse" kommen.
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Der viermalige Fußball-Weltmeister Italien steht vor dem WM-Aus. Das Team von Nationaltrainer Gian Piero Ventura verlor das Play-off-Hinspiel gegen Schweden verdient mit 0:1 (0:0) und steht im Rückspiel am Montag in Mailand unter großem Druck. Die Squadra Azzurra droht erstmals seit 1958 eine WM-Endrunde zu verpassen. Die Schweden um den Leipziger Bundesligaprofi Emil Forsberg haben dagegen gute Chancen, sich erstmals seit 2006 wieder für eine WM zu qualifizieren. Den Treffer erzielte der eingewechselte Jakob Johansson in der 61. Minute mit einem abgefälschten Schuss. "Wenn wir die WM verpassen, käme das einer Apokalypse gleich", hatte Italiens Verbandschef Carlo Tavecchio vor dem Spiel gesagt.
Italien begann schwungvoll und hatte früh die erste große Chance, als Andrea Belotti freistehend per Kopf den Ball neben den Pfosten setzte. Doch danach spielten nur noch die Schweden, von der Squadra Azzurra war in der Offensive kaum noch etwas zu sehen. Auffälligster Akteur vor der Pause war Emil Forsberg. Über den Leipziger liefen fast alle Angriffe. Trotz der Überlegenheit kamen die Gastgeber vor der Pause aber nur zu wenigen guten Chancen.
Nach dem Wechsel verstärkten die Italiener zunächst die Angriffsbemühungen. Antonio Candreva prüfte gleich Schwedens Schlussmann Robin Olson. Doch nach einer Viertelstunde waren die Gastgeber wieder da. Der gerade eingewechselte Johansson zog aus etwa 16 Metern ab, Daniele de Rossi fälschte den Ball für die 39 Jahre alte Torwart-Ikone Gianluigi Buffon noch unhaltbar ab. Die Italiener reagierten mit wütenden Angriffen. Die Schweden verteidigten geschickt. Nur beim Pfostenschuss von Matteo Darmian hatten sie Glück.
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Große Party im Senegal
Derweil hat sich Senegals Fußball-Nationalmannschaft zum zweiten Mal nach 2002 für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Das Team von Trainer Aliou Cissé gewann das Wiederholungsspiel gegen Südafrika in Polokwane mit 2:0 (2:0). Die Mannschaft ist damit nicht mehr von Platz eins in der Gruppe D der Afrika-Zone zu verdrängen und hat das Ticket für Russland 2018 sicher. Diafra Sakho von West Ham United brachte die Gäste in der 12. Minute in Führung. Der Südafrikaner Thamsanqa Mkhize (38.) sorgte mit einem Eigentor schon vor der Pause für den Endstand.
Die Partie musste nach einer Entscheidung des Weltfußball-Verbandes FIFA wiederholt werden. In dem ersten Spiel am 12. November 2016, das 2:1 für Südafrika endete, hatte Schiedsrichter Joseph Lamptey aus Ghana dem Team des Gastgebers in der 43. Minute einen äußerst umstrittenen Handelfmeter bewilligt. Daraufhin war er von der FIFA lebenslang gesperrt worden, der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte die Sperre bestätigt. Vor Senegal hatten sich Nigeria und Ägypten bereits qualifiziert.
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Zweimal 0:0 in Playoff-Hinspielen
Torlos endete die Playoffpartie zwischen Australien und Honduras. In San Pedro Sula zeigten die Australier zwar das bessere Spiel, kamen allerdings nicht zum Abschluss. Honduras fand so gar nicht in die Partie und erschien nur am Ende mit Carlo Costly einmal in der Nähe des gegnerischen Tors. Damit müssen die "Socceroos" und die "Catrachos"  weiter um ihre WM-Teilnahme bangen. Das Rückspiel findet am Mittwoch in Sydney statt.
Auch das Hinspiel zwischen Neuseeland und Peru in Wellington ging 0:0 aus. Damit hat Peru im Rückspiel am Mittwoch in der Hauptstadt Lima alle Trümpfe in der Hand, um sich das Ticket für die WM 2018 in Russland zu sichern.
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tk/rb (sid, dpa)
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Marokko und Tunesien lösen WM-Tickets

Als letzte afrikanische Nationen qualifizieren sich Marokko und Tunesien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Irland darf auf seine vierte WM-Teilnahme hoffen.
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Die Fußballer der Elfenbeinküste um Hertha-Star Salomon Kalou fahren nicht zur WM 2018 nach Russland. Das Team des Belgiers Marc Wilmots verlor am Samstag das letzte und entscheidende Spiel in der Afrika-Gruppe C gegen Marokko mit 0:2 (0:2) und belegt im Endklassement mit acht Punkten nur Rang zwei hinter Marokko. Das Team des französischen Trainers Herve Renard qualifizierte sich mit 12 Punkten souverän für das Endrundenturnier im kommenden Jahr. Die Nordafrikaner nehmen zum fünften Mal und erstmals seit 1998 an einer Weltmeisterschaft teil. Nabil Dirar von Fenerbahce Istanbul brachte die Gäste in Abidjan mit 1:0 in Führung (25.). Der frühere Bayern-Profi Mehdi Benatia erhöhte nur fünf Minuten später zum 2:0-Endstand (30.).
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Tunesien zum fünften Mal bei WM dabei
Tunesien reichte am letzten Spieltag der WM-Qualifikation in Afrika ein 0:0 gegen Libyen, um sich mit 14 Punkten den Sieg in der Gruppe A vor dem Kongo (13 Punkte) zu sichern. Dem Verfolger nutzte der 3:1 (0:0)-Sieg gegen Guinea nichts mehr. Für die Tunesier ist es die fünfte WM-Teilnahme. Zuletzt war das Land 2006 in Deutschland bei einer WM-Endrunde dabei gewesen. Zuvor hatten bereits Nigeria, Ägypten und der Senegal Tickets für das Turnier im kommenden Sommer gelöst. Insgesamt hat der afrikanische Verband CAF fünf Startplätze bei der WM in Russland.
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Keine Tore in Kopenhagen
Irland darf auf seine vierte Teilnahme an einer Fußball-WM hoffen. Das Team von Trainer Martin O'Neill erkämpfte sich im Playoff-Hinspiel in Dänemark ein 0:0 und kann mit einem Sieg am kommenden Dienstag (Anstoß 20.45 Uhr MEZ) in Dublin sein Russland-Ticket lösen. Doch auch die Dänen haben noch alle Chancen, nach 2010 zum fünften Mal an einer WM-Endrunde teilzunehmen. Die Dänen hatten in Kopenhagen anfangs die besseren Chancen, taten sich im weiteren Verlauf aber immer schwerer gegen die kompakt stehenden Gäste. Die Einwechslung des Leipziger Stürmers Yussuf Poulsen (64.) brachte bei den Dänen nicht mehr Gefahr ins Offensivspiel. Die Gastgeber ließen aus Angst vor einem Auswärts-Tor der Iren das letzte Risiko vermissen. Kurz vor Schluss wäre Poulsen mit einem Kopfball beinahe doch noch das 1:0 für Dänemark gelungen (89.). Irland hatte zuletzt 2002 in Japan und Südkorea an einer Weltmeisterschaft teilgenommen.
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sn (dpa, sid)
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Datum: 13.11.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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