FIFA The Best Award 2017

Präsentationen | Sport

Die FIFA sucht die Besten

Am Montagabend findet die Gala zur Verleihung der "The Best" Awards der FIFA statt. Der Favorit auf den Weltfußballer-Titel ist, wenig überraschend, der amtierende Weltfußballer Cristiano Ronaldo.
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Am Montag erfährt die Welt, wer von den 21 übrig gebliebenen Kandidaten mit einem der "The Best FIFA Football Awards" ausgezeichnet wird. Die Zeremonie findet diesmal nicht in Zürich statt, sondern im weltbekannten Palladium Theatre in London. Ausgezeichnet werden jeweils die männlichen und weiblichen Weltfußballer sowie Welttrainer. Außerdem wird der Welttorhüter geehrt und der FIFA-Puskás-Preis und der FIFA-Fanpreis verliehen. Seit der Ausgabe 2016 führt die FIFA die Wahl wieder in Eigenregie und ohne den "Goldenen Ball" (Ballon d'Or) durch.
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Ronaldo, wer sonst?
Ronaldo weiß, wie der Tag der Auszeichnung abläuft: Ausschlafen, einen leicht extravaganten Anzug anziehen, im Privatjet zur FIFA-Gala fliegen, eine Dankesrede halten, vielleicht ein paar Tränen verdrücken. Aber auch die anderen beiden Nominierten kennen das Prozedere. Bereits 2015 waren der Portugiese Cristiano Ronaldo, der Argentinier Lionel Messi und der Brasilianer Neymar für den Titel nominiert. Damals gewann Lionel Messi die Auszeichnung. Aktuell amtiert Cristiano Ronaldo.
Seit 2008 machen die Ausnahmefußballer vom FC Barcelona und von Real Madrid diesen Titel unter sich aus. Fünf Mal gewann der Argentinier, vier Mal der Portugiese. Aktuell ist Ronaldo wieder der Favorit, nachdem er im Mai mit Real den Titel in der Champions League verteidigte. Mit seiner dann fünften Weltfußballer-Trophäe, würde er also mit seinem Dauerrivalen gleichziehen. Dennoch werden dem 222-Millionen-Mann Neymar von Paris St. German auch Chance zugerechnet, gerade wegen dieser wahnsinnigen Summe, die der FC Barcelona im Sommer aus Paris erhielt.
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Erneut nominiert: Die "gelbe Wand" aus Dortmund
Gewählt wurde vom 21. August bis zum 7. September. Abstimmen durften die Spielführer der Nationalmannschaften, die Nationaltrainer, 200 ausgewählte Journalisten und auch die Fans. Deutsche Weltmeister spielen in der englischen Hauptstadt nur eine Nebenrolle. Immerhin darf Nationaltorwart Manuel Neuer auf die Auszeichnung als Welttorhüter hoffen. Der 31-jährige konkurriert mit Gianluigi Buffon von Juventus Turin und Keylor Navas von Real Madrid. Außerdem sind die Anhänger von Borussia Dortmund unter den drei nominierten Fan-Gruppierungen für den Fan-Preis. Bei der vergangenen Gala-Auflage im Januar erhielten die Anhänger von Borussia Dortmund mit Fans vom FC Liverpool den ersten FIFA-Fanpreis. Nun ist der Revierclub schon wieder nominiert und zwar für eine Geste der Solidarität: Die Dortmunder boten zahlreichen AS-Monaco-Fans nach dem wegen des Bombenanschlags auf den BVB-Bus verschobenen Champions-League-Spiel Unterschlupf.
Als beste Spielerin des Jahres wird entweder Deyna Castellanos aus Venezuela, Carli Lloyd aus den USA oder die niederländische Europameisterin Lieke Martens ausgezeichnet. Bei den männlichen Trainern  stehen Massimiliano Allegri von Juventus Turin, Antonio Conte vom FC Chelsea und Ronaldos Trainer Zinedine Zidane auf der finalen Liste. Bei den Coaches der Frauenmannschaften dürfte Sarina Wiegman nach dem EM-Titel mit den Niederlanden gute Chancen haben.
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Rebecca Simo
rs/asz (sid)
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Ronaldo und Lieke Martens sind Weltfußballer

Der Portugiese und die Niederländerin erhalten den "FIFA The Best Award 2017". Bei den Torhütern gewinnt ein Altmeister vor Manuel Neuer. Die Show zieht alle Stars der Szene an und macht fast den Oscars Konkurrenz.
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Wohl selten hat es ein solches Aufgebot globaler Fußballgrößen an einem Ort gegeben. Im Publikum des "FIFA The Best Award 2017" im Londoner Palladium Theater saß wirklich alles, was im Fußball Rang und Namen hat: Diego Maradona, Ronaldo, Roberto Carlos, Samuel Eto'o, Frank Lampard, Ruud Gullit, Peter Schmeichel - diese Liste könnte man wohl endlos fortsetzen. Sie alle waren gekommen und in feinster Abendgarderobe über den grünen Teppich marschiert, um mitzuerleben, wer in diesem Jahr als Weltfußballerin, Weltfußballer, Welttorhüter und Welttrainer ausgezeichnet wird.
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Europameisterin Martens siegt erneut
Bei den Frauen fiel die Wahl als beste Spielerin auf Lieke Martens. Die 24-jährige niederländische Nationalspielerin, die für den FC Barcelona spielt, war vor einigen Wochen bereits zu Europas Fußballerin des Jahres gewählt worden. Leider konnte sie nicht persönlich anwesend sein, weil sie sich mit der niederländischen Nationalmannschaft auf das nächste WM-Qualifikationsspiel vorbereitet. Mit einer Videobotschaft bedankte sie sich für den Preis und wurde dabei umringt von ihren Teamkolleginnen. Niederlandes Ex-Fußballheld Marco van Basten hatte die Trophäe überreicht.
Bei den Männern waren "die üblichen Verdächtigen" Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nominiert, die sich seit 2008 als Weltfußballer des Jahres abwechseln. Neymar ergänzte das Duo. Doch der Preis ging zum fünften Mal an Ronaldo. Damit zog der Portugiese mit seinem ewigen Konkurrenten Messi gleich, der ebenfalls fünfmal in seiner Karriere als Weltfußballer ausgezeichnet wurde. Ronaldo, der mit seinem Sohn und seiner Lebensgefährtin erschienen war, bedankte sich zunächst auf Portugiesisch, dann auf Englisch bei den Fans für die Auszeichnung. "Es ist großartig hier zu stehen. Ich bin so glücklich", sagte er und freute sich ganz besonders darüber, dass auch Maradona anwesend war.
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Wiegman setzt sich gegen die Männer durch
Der beste "Trainer der Welt" im Frauenfußball war nach Ansicht der FIFA-Experten die einzige nominierte Frau: Die niederländische Nationaltrainerin Sarina Wiegman, die mit ihrer Elf den Europameister-Titel errang, setzte sich gegen Dänemarks Trainer Nils Nielsen und Gerard Precheur von Olympique Lyon durch.
Welttrainer des Jahres im Männerfußball ist Zinedine Zidane, der es schaffte mit Real Madrid als erster Mannschaft den Titel in der Champions League zu verteidigen. Seinen Auftritt auf der Bühne nutzte er, um seiner Frau eine Liebeserklärung zu machen: "Te quiero mucho! Ich liebe dich sehr!", sagte er und dankte auch seinen anwesenden Spielern, unter anderem Toni Kroos, der mit Frau und Sohn im Publikum saß, Luka Modric und Ronaldo.
Diese drei gehörten auch zur besten Elf der Welt 2017. Ergänzt wurde die Aufstellung durch Gianluigi Buffon, Leonardo Bonucchi, Marcelo, Sergio Ramos, Dani Alves, Messi, Andres Iniesta und Neymar.
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Neuer unterliegt Buffon
Bei den Torhütern ging Bayern Münchens Manuel Neuer - der einzige nominierte Deutsche - leer aus. Den Preis bekam Buffon von Juventus Turin. Dem Italiener flogen die Herzen der Zuschauer zu, als er sich bemühte, seine Dankesrede im für ihn ungewohnten Englisch zu halten - und dies großartig hinbekam.
Den Ferenc-Puskas-Award für das schönste Tor des Jahres gewann Olivier Giroud vom FC Arsenal, der im Spiel gegen Crystal Palace den Ball im Vorwärtsfallen mit der Hacke über den Torwart hob und so einen sehenswerten Treffer erzielte.
Borussia Dortmunds Fans, die nach dem Bombenanschlag auf den Teambus und dem deswegen verschobenen Spiel gegen den AS Monaco vielen Gästefans eine Unterkunft verschafften, waren ebenfalls nominiert, wurden aber nicht ausgezeichnet. Den Fan-Award erhielten stattdessen die Anhänger von Celtic Glasgow, die mit einer 360-Grad-Choreografie zum Europacup-Jubiläum des schottischen Traditionsklubs für Aufsehen sorgten.
Den FIFA Fair Play Award ging an den ivorisch-togolesischen Fußballprofi Francis Koné. Der Spieler des tschechischen Erstligisten FC Zbrojovka Brno wurde damit für seinen Einsatz bei einem Ligaspiel gegen Bohemians Prag 1905 im Februar geehrt. Er hatte seinem Gegenspieler Martin Berkovec das Leben gerettet. Der Torwart war nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler bewusstlos am Boden liegen geblieben und hatte seine Zunge verschluckt. Koné reagierte geistesgegenwärtig und zog Berkovecs Zunge heraus.
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Andreas Sten-Ziemons    
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Datum: 24.10.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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