FIA Formula One World Championship 2017, Grand Prix of Austria

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Vettel verpasst Pole in Spielberg

WM-Spitzenreiter Vettel startet beim Großen Preis von Österreich von Platz zwei. In der Formel-1-Qualifikation lässt sich der Ferrari-Pilot die Show von Bottas stehlen. Dritter wird Favorit Hamilton - eigentlich.
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Alle schauten auf das heiße WM-Duell Vettel und Hamilton. Und einer nutzte währenddessen seine Chance: Der 27-Jährige Bottas holte sich die Pole Position in Österreich - die zweiter seiner Kariere nach Bahrain 2017. "Es wird ein interessanter Kampf, aber mein Ziel ist klar: Ich will gewinnen. Ich kann das Rennen kaum abwarten", sagte Bottas.
Vettel zeigte sich nach dem Qualifying trotzdem zufrieden: "Das Auto ist top. Meine beste Runde war halt nicht schnell genug. Ich freue mich auf das Rennen", sagte der viermalige Weltmeister. "Es können viele Sachen passieren, wir müssen vor allem auf uns schauen. Valtteri war das ganze Wochenende sehr schnell."
Hamilton hatte von vornherein keine Chance auf die erste Startposition, da der 32-Jährige nach einem verbotenen Getriebewechsel beim Freien Training am Freitag nun im Rennen fünf Plätze strafversetzt wird. Damit geht der dreimalige Champion mit einem deutlichen Handicap auf die Strecke und muss die Kontrahenten aus dem Feld heraus jagen. "Ich werde alles geben, um die Jungs da vorne einzuholen. Im Rennen kann ja immer alles passieren", sagte Hamilton, der sich auf seiner letzten Runde auch noch einen Fahrfehler leistete.
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Ferrari will Dominanz der Silberpfeile beenden
Vor dem neunten Saisonlauf führt Vettel im Kampf um den WM-Titel mit 14 Punkten vor Hamilton. Der 32-Jährige gewann das Rennen in der Steiermark im Vorjahr, Vettel hingegen schaffte es auf dem Red-Bull-Ring in seiner Laufbahn bislang noch nie auf das Podest. Ein vierter Rang ist sein bislang bestes Resultat.
Auf dem 4,318 km langen Kurs mit vielen Geraden und einigen Höhenmetern ist vor allem viel Motorleistung gefragt. Deswegen waren die Silberpfeile in den vergangenen drei Jahren ohne Konkurrenz. Nun schickt sich Ferrari jedoch an, die Dominanz zu beenden. Die Italiener bewiesen bislang, dass sie an diesem Wochenende erneut auf Augenhöhe mit dem Weltmeister-Rennstall sind.
 "Mercedes hat hier die Favoritenrolle. Es geht viel geradeaus, der Berg hilft uns nicht", sagte Vettel trotzdem. Allerdings hatte gerade Hamilton im Vorfeld des Qualifyings größere technische Probleme. Sein Bremssystem versagte im dritten freien Training und erschwerte die Vorbereitung.
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Dauerrivalen ohne Spannungen
Auf der persönlichen Ebene soll zwischen den beiden Dauerrivalen hingegen wieder alles weitgehend in Ordnung sein. Nachdem Vettel Hamilton zuletzt in Baku mit voller Absicht ins Auto gefahren war, entschuldigte sich der Ferrari-Fahrer nach einer Anhörung durch den Automobil-Weltverband FIA öffentlich. Nur so konnte er einer härteren Strafe entgehen. Hamilton akzeptierte und versicherte: "Ich spüre überhaupt keine Spannung zwischen uns, auch wenn andere das vielleicht tun."
Hinter Bottas und Vettel geht Kimi Räikkönen (Finnland) im zweiten Ferrari von Startplatz drei ins Rennen. Der Ex-Weltmeister teilt sich die zweite Startreihe in der Steiermark mit Baku-Sieger Daniel Ricciardo aus Australien im Red Bull. Nico Hülkenberg schaffte es im Renault auf Platz elf, Pascal Wehrlein landete in seinem Sauber auf dem letzten Platz.
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Strafe für Hamilton

Trotz hervorragender Leistungen in den freien Trainings startet Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit einer Hypothek in den Großen Preis von Österreich. Er erhält eine Strafe von der FIA.
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Nach einem regelwidrigen Getriebewechsel an seinem Mercedes wird Lewis Hamilton strafversetzt und muss fünf Ränge weiter hinten ins Formel-1-Rennen von Österreich am Sonntag starten. Wie der Motorsport-Weltverband FIA am Freitagabend nach den ersten beiden Trainingseinheiten mitteilte, mussten die Silberpfeile jenes Teil austauschen, mit dem der Brite den Grand Prix von Aserbaidschan vor zwei Wochen beendet hatte. Da solch ein Getriebe jedoch sechs Rennen am Stück halten muss, zieht das eine Rückversetzung von fünf Plätzen nach sich. Mercedes bestätigte die Strafe für Hamilton.
Vor der Hiobsbotschaft für Hamilton war der deutsche Ferrari-Star im Freitagstraining nicht am Briten vorbeigekommen. Der 32-Jährige ließ sich auch von einer defekten Zündkerze nicht beirren und drehte sowohl in der ersten als auch in der zweiten Formel-1-Einheit die schnellste Runde. Nach Platz vier konnte sich WM-Spitzenreiter Vettel, der sich auf dem 4,326 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs einmal ordentlich drehte, noch auf den zweiten Rang verbessern. Am Ende fehlten dem viermaligen Weltmeister etwas mehr als 0,14 Sekunden auf Hamilton, der im vergangenen Jahr in der Steiermark gewinnen konnte.
"Wir sind viele Runden gefahren, haben ein gutes Gespür für das Auto und jetzt schauen wir, dass wir uns noch ein bisschen steigern können", resümierte Vettel, der 50 Runden absolvieren konnte - 20 mehr als Hamilton. "Hier und da sind wir noch ein bisschen zuviel gerutscht, es geht in die richtige Richtung."
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jk (sid,dpa)
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Datum: 11.07.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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zagluwka
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