Basketballer stürmen ins EM-Viertelfinale

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Erstmals seit zehn Jahren wieder in der Runde der letzten Acht: Die deutschen Basketballer gewinnen bei der Europameisterschaft überraschend gegen Frankreich - dank einer tollen Teamleistung.
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Die deutschen Basketballer um NBA-Profi Dennis Schröder (Foto oben) haben ihren Höhenflug bei der EM fortgesetzt und den ersten Viertelfinaleinzug seit zehn Jahren perfekt gemacht. Das Team von Bundestrainer Chris Fleming schlug Frankreich im Achtelfinale von Istanbul nach einer beeindruckenden Vorstellung 84:81 (34:40), am Dienstag geht es gegen Titelverteidiger und Turnierfavorit Spanien oder Gastgeber Türkei.
"Wir können jeden schlagen, wenn wir alles richtig machen. Wir dürfen keine Angst haben", sagte Schröder nach dem Coup: "Im ersten Viertel habe ich nicht gut gespielt. Wir haben das Spiel gewonnen, das ist die Hauptsache." Gegen Frankreich war Schröder nach einem schwierigen Start, anders als in allen Vorrundenspielen, nicht der beste Werfer der jungen deutschen Mannschaft, die in der Gruppenphase in Tel Aviv in Israel nach überzeugenden Vorstellungen als Zweiter weitergekommen war. Der erst 23 Jahre alte Spielmacher von den Atlanta Hawks kam in der Sinan Erdem Arena auf 21, Daniel Theis auf 22 Punkte.
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"Alle sind bereit"
"Es war wie in jedem Spiel eine Teamleistung", lobte Lucca Staiger und blickte nach vorn: "In so einem Turnier geht immer alles. Nicht viele hätten gedacht, dass wie heute gewinnen." Schon jetzt ist es für das Nationalteam die erfolgreichste EuroBasket seit 2007, als das Aus im Viertelfinale gegen Spanien kam. 2013 und 2015 war die DBB-Auswahl jeweils in der Vorrunde gescheitert. "Es ist nochmal ein anderes Level als in Tel Aviv. Alle sind bereit", sagte Schröder vor seinem ersten K.o.-Spiel im Nationaltrikot. Doch wie schon vor zwei Wochen im letzten EM-Härtetest in Berlin, als es gegen die Franzosen eine Niederlage gegeben hatte (79:85), hatte das DBB-Team anfangs Probleme.
Die Würfe fielen nicht, Schröder kam kaum zur Geltung und der Weltranglistenvierte aus Frankreich zu einfach zu Punkten. Nach nicht einmal sechs Minuten war der Rückstand bereits zweistellig (4:14), Fleming nahm die erste Auszeit. Zunächst blieb das Bild auch danach gleich. Die deutsche Mannschaft ließ zu viel liegen und hatte große Probleme beim Rebound. Schlüsselspieler Schröder war im Angriff fast abgemeldet, erstmals im Turnierverlauf erzielte der NBA-Spieler im ersten Viertel keinen Punkt.
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Zur Pause noch sechs Punkte Rückstand
Kurz vor der Pause brach der Point Guard dann endlich den Bann und traf von der Freiwurflinie. Dank einer Steigerung in der Schlussphase mit zwei weiteren Korberfolgen Schröders führte Frankreich beim Gang in die Kabine nur mit sechs Punkten. Das Nachbarschaftsduell mit dem Europameister von 2013, der die Gruppenphase wie die deutsche Mannschaft mit drei Siegen und zwei Niederlagen abgeschlossen hatte, war im zweiten Durchgang schnell wieder völlig offen. Schröder wurde besser und besser, Maodo Lo sorgte für die erste Führung (58:56/31.).
Die deutsche Mannschaft überzeugte erneut mit einer Teamleistung, plötzlich passten auch die Dreier und die Überraschung lag in der Luft. "Bewegt weiter den Ball", forderte Fleming, die Spieler folgten. Kapitän Robin Benzing sorgte für das 70:65 (36.), Frankreich wackelte. Als Schröder zum 81:74 traf, sah es glänzend aus. Doch Frankreich kam nach einem Ballverlust der Deutschen durch Evan Fournier elf Sekunden vor dem Ende noch einmal dicht heran (79:81). Benzing traf mit zwei Freiwürfen zum 84:81, Nando de Colo vergab die Chance zum Ausgleich, die Überraschung war perfekt.
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sw/sn (sid, dpa)
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Datum: 11.09.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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zagluwka
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