Ausstellung zum Turner-Preis 2017 eröffnet

Ausstellungen | Präsentationen

Die britische Kulturhauptstadt Hull präsentiert die Ausstellung zum renommierten Turner-Preis. Unter den vier Nominierten ist mit Andrea Büttner auch eine deutsche Künstlerin.
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Der Endspurt um den renommierten britischen Preis für zeitgenössische Kunst beginnt. Im nordenglischen Kingston upon Hull (kurz: Hull) eröffnet am Dienstag die Ausstellung zum Turner-Preis. In diesem Jahr ist die gebürtige Stuttgarterin Andrea Büttner (Foto) nominiert. Die Arbeiten der Turner-Preis-Nominierten werden in der Ferens Art Gallery gezeigt, die anlässlich der Ausstellung aufwändig modernisiert wurde. Von Andrea Büttner werden eine Reihe von Drucken, Radierungen und Gemälden ausgestellt. Die Künstlerin verhandelt in ihren Arbeiten die Themen Scham und Verlegenheit sowie die Beziehung zwischen Ästhetik und Ethik.
Bislang sind der Fotokünstler Wolfgang Tillmans (2000) und die Malerin Tomma Abts (2006) die einzigen Deutschen, die den Turner-Preis erhalten haben. Büttner hat nach dem Studium in Berlin am Londoner Royal College of Art promoviert. Sie lebt und arbeitet heute in London und Berlin. Für den Preis werden nur Künstler nominiert, die aus Großbritannien stammen oder dort leben und arbeiten. Neben Büttner sind das in diesem Jahr Hurvin Anderson, Lubaina Himid und Rosalind Nashashibi.
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Organisatoren heben Altersgrenze für Preisträger auf
Im Fall von Anderson und Himid änderten die Organisatoren in diesem Jahr eine bis dahin geltende Altersbegrenzung, um auch die Leistung von Künstlern zu würdigen, die erst spät ihren Durchbruch schaffen. Bislang waren keine Künstler nominiert worden, die älter als 50 Jahre waren.
Der Brite Anderson widmet sich in seiner Malerei den Themen Identität und Zugehörigkeit, die aus Sansibar stammende Himid verhandelt in Gemälden, Grafiken und Installationen den Einfluss schwarzer Einwanderer auf die westliche Kultur. Die britische Filmkünstlerin Nashashibi setzt sich mit von Menschen besetzten Räumen auseinander und nimmt dabei den Kleingarten ebenso in den Fokus wie den Gaza-Streifen.
Die Schau zum Kunstpreis findet in der diesjährigen britischen Kulturhauptstadt Kingston upon Hull im Norden Englands statt, jedes zweite Jahr wird die Schau zum Turner-Preis außerhalb Londons veranstaltet. Am 5. Dezember soll die Preisträgerin oder der Preisträger gekürt werden. Der 1984 ins Leben gerufene und nach dem britischen Maler William Turner (1775-1851) benannte Preis ist mit 25.000 Pfund (knapp 30.000 Euro) dotiert. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Januar 2018 zu sehen.
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Torsten Landsberg
tla/jhi (dpa,tate.org.uk)
http://p.dw.com/p/2kgPd
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Turner-Prize: Deutsche Künstlerin nominiert

Die gebürtige Stuttgarterin Andrea Büttner hat es in die Endauswahl des renommierten britischen Kunstpreises geschafft. Der Turner-Prize gilt als wichtigste Auszeichnung für moderne Kunst im Vereinigten Königreich.
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Der Fotokünstler Wolfgang Tillmans und die Malerin Tomma Abts sind bisher die einzigen Deutschen, die den Turner-Prize gewinnen konnten. Nun hat es die gebürtige Stuttgarterin Andrea Büttner in die Endauswahl der diesjährigen Preisverleihung geschafft. Mit ihrem Portfolio an Skulpturen, Gemälden und Filmen, mit denen sie die Grenzen des Körpers thematisiert, konnte die 45-Jährige die internationale Jury überzeugen. Nach dem Studium in Berlin promovierte sie am Londoner Royal College of Art. Mittlerweile lebt und arbeitet sie in London und Frankfurt am Main.
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Organisatoren heben Altersgrenze für Preisträger auf
Neben Büttner nominierte die Jury Hurvin Anderson und Lubaina Himid. Dies ist ungewöhnlich, da beide Künstler über 50 Jahre alt sind. Bis zum vergangenen Jahr galt die Altersgrenze von 50 Jahren. Die Organisatoren änderten diese Regelung für den diesjährigen Wettbewerb, um auch die Leistung von Künstlern zu würdigen, die erst spät ihren Durchbruch schaffen. Die vierte Kandidatin auf der Shortlist ist die Filmkünstlerin Rosalind Nashashibi, wie die Jury am Mittwoch mitteilte.
Der 1984 ins Leben gerufene und nach dem britischen Maler William Turner (1775-1851) benannte Preis gilt als wichtigste britische Auszeichnung für zeitgenössische Kunst. Geehrt werden Künstler, die in Großbritannien geboren wurden, dort leben oder arbeiten. Der Preisträger erhält 25.000 Pfund (knapp 30.000 Euro).
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sf/rey (dpa)
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Datum: 27.09.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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