2017 US Open Tennis Championships

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Bitteres Aus für Alexander Zverev

Für die deutsche Nummer eins der Tennisprofis, Alexander Zverev, ist das Grand-Slam-Turnier in New York bereits nach zwei Runden beendet. Der Shooting-Star packt frustriert seine Koffer.
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Gerade einmal zwei Runden sind bei den US Open gespielt, und schon ist im Lager des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) Ernüchterung eingekehrt. Nach Titelverteidigerin Angelique Kerber verabschiedete sich mit Alexander Zverev auch der große Hoffnungsträger aus deutscher Sicht frühzeitig aus dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Der 20-Jährige, in New York an Nummer vier gesetzt, verlor sein Zweitrundenspiel gegen den Kroaten Borna Coric in vier Sätzen mit 6:3, 5:7, 6:7 (1:7) und 6:7 (4:7). Wegen seiner beiden Erfolge bei den Hartplatzturnieren in Washington und Montreal und dem Sprung auf Platz sechs der Weltrangliste war der jüngere der beiden Zverev-Brüder als heißer Titelanwärter gehandelt worden - zumal mit dem Serben Novak Djokovic, dem Briten Andy Murray und dem Schweizer Stan Wawrinka gleich drei Mitfavoriten für die US Open abgesagt hatten.
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Drei Satzbälle vergeben
Im vierten Durchgang vergab die deutsche Nummer eins beim Stand von 6:5 drei Satzbälle in Folge gegen den stark auftrumpfenden Coric. Nach 3:26 Stunden besiegelte ein Vorhandfehler das frühe Turnier-Aus Zverevs. "Ich habe keine Lust mehr aufs Lernen", sagte der Shooting-Star im deutschen Männertennis nach dem bitteren K.o. gegen Coric frustiert. "Ich habe im zweiten und dritten Satz sehr, sehr schlecht gespielt. Das ist einfach enttäuschend. Ich weiß, dass ich hier große Dinge hätte erreichen können. Dinge, die ich bislang noch nicht erreicht habe. Jetzt gilt es, weiter hart zu arbeiten und diesen Titel vielleicht in der Zukunft zu gewinnen."
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Mischa Zverev und Julia Görges in Runde drei
Alexanders Bruder Mischa Zverev und Fed-Cup-Spielerin Julia Görges zogen dagegen in die dritte Runde der US Open ein. Der 30-jährige Mischa Zverev rang den Franzosen Benoit Paire aus Frankreich 6:3, 6:2, 3:6, 6:7 (3:7), 7:5 nieder. Nach zwei Fünf-Satz-Erfolgen in Serie bekommt es der ältere Zverev-Bruder am Freitag mit John Isner aus den USA zu tun. Görges behauptete sich klar in zwei Sätzen mit 6:2, 6:1 gegen die Chinesin Saisai Zheng und trifft im nächsten Spiel auf Aleksandra Krunic aus Serbien.
Routinier Florian Mayer verpasste eine Überraschung: Der Bayreuther unterlag in der zweiten Runde dem Wimbledon-Finalisten Marin Cilic klar in drei Sätzen mit 3:6, 3:6, 3:6. Sabine Lisicki musste sich in ihrer Erstrunden-Partie der Chinesin Shuai Zhang 7:6 (7:4), 3:6, 0:6 geschlagen geben. Und auch Andrea Petkovic kann die Koffer packen. Sie verlor gegen Jennifer Brady aus den USA mit 4:6, 6:3, 1:6.
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Zweiter Sieg für Scharapowa
Dort steht bereits Maria Scharapowa. Die 30 Jahre alte Russin, die erst im April nach 15-monatiger Dopingsperre auf die Tour zurückgekehrt war, besiegte die Ungarin Timea Babos nach anfänglichen Problemen am Ende sicher mit  6:7 (4:7), 6:4, 6:1. Scharapowa hatte für die US Open eine Wildcard erhalten und in Runde eins bei ihrem ersten Grand-Slam-Match seit Januar 2016 die Weltranglistenzweite Simona Halep aus Rumänien aus dem Rennen geworfen.
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Stefan Nestler (mit sid, dpa)    
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Auch Petkovic und Lisicki raus

Nach dem Aus für Titelverteidigerin Angelique Kerber müssen auch Andrea Petkovic und Sabine Lisicki bei den US Open die Koffer packen. Bei Petkovic komplettiert der Erstrunden-K.o. ihre enttäuschende Grand-Slam-Bilanz.
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Die einstige Top-Ten-Spielerin Andrea Petkovic hat ihre missratene Grand-Slam-Saison bei den US Open mit einer weiteren sportlichen Enttäuschung beendet. Einen Tag nach dem bitteren Aus von Titelverteidigerin Angelique Kerber verlor die 29-Jährige die Fortsetzung ihrer Erstrunden-Partie gegen die US-Amerikanerin Jennifer Brady in drei Sätzen mit 4:6, 6:3 und 1:6. Rund eine Dreiviertelstunde und knapp eineinhalb Sätze war die auf Rang 93 der Tennis-Weltrangliste abgestürzte Petkovic noch im Einsatz, dann war das Turnier auch für sie beendet.
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Schläger weggeschmissen
Wegen Regens war die Begegnung am Dienstag beim Stande von 4:3 im zweiten Satz für die Deutsche abgebrochen worden. Bei blauem Himmel und Sonnenschein konnte die langjährige deutsche Fed-Cup-Spielerin, die zuletzt mit dem Halbfinal-Einzug beim WTA-Turnier in Washington für einen Hoffnungsschimmer gesorgt hatte, am Ende die Hängepartie nicht für sich entscheiden. Gegen eine schlagbare Kontrahentin fehlte die Konstanz. Wutentbrannt schmiss Petkovic ihren Schläger auf den Hartplatz, als mit dem 1:4 im dritten Satz die Vorentscheidung zu ihren Ungunsten fiel. Die einstige Top-Ten-Spielerin schied damit bei drei der vier Grand-Slam-Turniere des Jahres bereits in der ersten Runde aus. Erstmals im August 2011 und dann wieder im Mai 2015 hatte Petkovic zu den besten Zehn der Welt gehört, nun zählt sie nicht einmal mehr sicher zu den besten 100.
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Zu wenig Kraft
Kaum besser lief es für Sabine Lisicki. Die 27-Jährige verlor gegen die Chinesin Shuai Zhang in drei Sätzen mit 7:6 (4:7), 3:6 und 0:6. Nach starkem Beginn ließen bei Lisicki zunehmend die Kräfte nach. Im entscheidenden dritten Durchgang war sie chancenlos. Die US Open waren für Lisicki erst das vierte Turnier nach siebenmonatiger Verletzungspause.
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Maria, Kohlschreiber und Brown weiter
Als zweite deutsche Spielerin nach Julia Görges zog Tatjana Maria mit einem 6:1, 6:1 gegen Ashley Kratzer aus den USA in die zweite Runde ein. Bei den Männern verabschiedeten sich in ihren Auftaktspielen Jan-Lennard Struff (6:3, 3:6, 2:6, 6:1, 3:6 gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow) und Qualifikant Maximilian Marterer (3:6, 6:1, 1:6, 4:6 gegen Donald Young aus den USA).
Besser machte es Philipp Kohlschreiber: Als sechster deutscher Profi zog der 33-Jährige in die zweite Runde der US Open ein. Bei seiner insgesamt 15. New-York-Teilnahme seit 2003 gewann er seine Auftaktpartie mit 6:1, 6:4 und 6:4 gegen den Qualifikanten Tim Smyczek aus den USA. Der Weltranglisten-37. Kohlschreiber war in Flushing Meadows erst durch die verletzungsbedingte Absage von Andy Murray auf die Setzliste gekommen. Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatte Kohlschreiber dreimal im Achtelfinale gestanden (2012 bis 2014). Ebenfalls in Runde zwei steht Dustin Brown nach einem 6:4, 6:3, 6:2-Erfolg gegen den Brasilianer Thomaz Bellucci.
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sn/asz (dpa, sid)
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Datum: 01.09.2017
Hinzugefügt:   venjamin.tolstonog
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